Bagatellverletzungen bei der Gartenarbeit wie Kratzer, Schürfungen und kleine Schnitte können ohne ärztliche Hilfe behandelt werden. Befreien Sie die Wunde zuerst von grobem Schmutz und Fremdkörpern und desinfizieren Sie sie anschliessend.

Vorsicht bei tiefen Verletzungen

Schnittverletzungen im Bereich der Finger sollte in jedem Fall ein Arzt untersuchen, sofern die Wunde in der Nähe der Sehne liegt. Das gilt auch für tiefe Verletzungen durch spitze Gegenstände wie Glassplitter, Nägel oder lange Dornen. Vorsicht bei zunehmender Rötung, Schwellung oder flüssiger Absonderung einer Wunde: Dies sind Zeichen einer Infektion.

Bei jeder Verletzung besteht die Gefahr einer Infektion mit dem Starrkrampferreger. Der in der Schweiz dank Impfprophylaxe selten gewordene Wundstarrkrampf (Tetanus) erfordert eine Spitalbehandlung. Die Schutzimpfung wirkt fünf bis zehn Jahre. Die Erreger kommen besonders in Kultur- und Gartenerde vor, aber auch in den Exkrementen von Mensch und Tier. Bei grossen und verschmutzten Verletzungen empfiehlt es sich, die Impfung nach fünf Jahren aufzufrischen.

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