Der Hörverlust tritt plötzlich und meist einseitig auf. Im schlimmsten Fall kann er taub machen. Wer davon betroffen ist, sollte sich einer Hörprüfung bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt unterziehen (dies muss nicht notfallmässig in der Nacht stattfinden). Die Heilungschancen sind bei isolierter Schwerhörigkeit im Tiefton- und im Mittelfrequenzbereich und bei leichten Hörminderungen gut. Ungünstiger hingegen ist ein zunehmender Hörverlust oder wenn zu Beginn des Hörsturzes schon fast eine Taubheit festgestellt wird.

Auslöser eines Hörsturzes können virale Infekte, Lärmbelastungen (Schalltrauma) oder ein simpler Verschluss des Gehörgangs durch Ohrenschmalz sein. Die genaue Urache ist meist unklar, ebenso sind es die Risikofaktoren. Es ist unwahrscheinlich, dass ein direkter Verwandter eines Hörsturzpatienten ein erhöhtes Krankheitsrisiko hat.

Häufig wird eine Therapie mit Kortison oder mit durchblutungsfördernden Mitteln empfohlen. Eine allgemein anerkannte Therapie gibt es nicht. Wichtig ist, dass sich die Betroffenen keinem Lärm und möglichst wenig Stress aussetzen. Die Chance, dass der Hörsturz von selbst heilt, ist gross.

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