Sind Sie zudem reizbar, und ist Ihre Stimmung gedrückt? Wenn Sie zugleich den Kontakt zu Menschen meiden, mehr schlafen als üblich und am Morgen trotzdem noch müde sind, leiden Sie vermutlich an einer Winterdepression. Im Gegensatz zu nicht saisonal bedingten Depressionen haben Winterdepressive oft mehr Appetit, vor allem auf Kohlenhydrate (Teigwaren) und Süssigkeiten. Typisch ist das jährliche Auftreten des Leidens, das sich bereits ab Oktober bemerkbar machen und bis zum Februar dauern kann.

Was tun? Es gibt Patienten, denen eine Lichttherapie nützt. Dazu braucht es eine spezielle Lampe mit mindestens der zehnfachen Intensität gewöhnlicher Zimmerbeleuchtung, das heisst mindestens 2500 Lux über mindestens eine Woche. Wichtig ist, dass das Licht die Netzhaut erreicht. Ein Solariumbesuch mit abgedeckten Augen hilft also nicht gegen eine Winterdepression.

Eine Lichttherapie wirkt schon nach wenigen Tagen. Das ist der Vorteil gegenüber Medikamenten. Dafür lässt die Wirkung nach dem Absetzen relativ schnell nach. Wer an Winterdepression leidet, sollte sich präventiv oft und lang draussen an der frischen Luft aufhalten.

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