• Bevor Sie zum Arzt gehen, sollten Sie sich überlegen, was Ihr Anliegen ist: «Was will ich überhaupt? Was ist mein Auftrag an den Arzt?»
  • Falls Sie mehrere Anliegen haben: «Was ist mir das Wichtigste?» Falls Sie zahlreiche Fragen habe, müssen Sie unter Umständen in Kauf nehmen, dass ein zweiter Termin für ein ausführliches Gespräch nötig ist.
  • Teilen Sie auch Sachen mit, die Ihnen banal, seltsam oder nebensächlich erscheinen.
  • Stellen Sie Fragen und bedenken Sie: Es gibt keine dummen Fragen. Haken Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Und vergewissern Sie sich, dass der Arzt Sie verstanden hat.
  • Beide Seiten sollten ehrlich sein: Sagen Sie es, wenn Sie unzufrieden sind. Bedenken Sie aber: Sie haben eine andere Sichtweise als der Arzt.
  • Sagen Sie Ihrem Arzt, wenn Sie keine Medikamente möchten. Sind diese trotzdem nötig: Erarbeiten Sie gemeinsam einen klaren Behandlungsplan und lassen Sie sich die Wirkungen und Nebenwirkungen genau erklären.
  • Seien Sie bereit, selbst einen Beitrag an die Behandlung zu leisten, sei es, dass Sie den vereinbarten Behandlungsplan einhalten, sei es, dass Sie Ihren eigenen Lebensstil reflektieren und gegebenenfalls anpassen – Gesundheit ist nicht delegierbar, weder an einen Arzt noch an ein Medikament.
  • Bei diagnostischen Abklärungen sollten sich Arzt und Patient im Klaren sein, was sie von der Untersuchung erwarten. Besteht ein schwerwiegender Verdacht, sollte diskutiert werden, welche Folgen das Resultat der Untersuchung haben könnte (zum Beispiel: mehr Verunsicherung).
  • Bei schweren Erkrankungen wie Krebs sollten Sie sich überlegen, was für Sie wichtiger ist: ein Heilungsversuch mit allen Mitteln, die aber sehr belastend sein können, oder eine gemässigte Therapie, die auf grösstmögliche Lebensqualität ausgerichtet ist.
  • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie weitergehende Beratung beanspruchen möchten, zum Beispiel zu Ihrem Lebensstil, zu psychischen Belastungen oder zur Sexualität.

Mitarbeit: Dr. med. Kathryn Schneider-Gurewitsch

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