Der Anwendungsstopp der Novartis-Impfstoffe wurde aufgelöst, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am 31. Oktober 2012 berichtet.

Das Heilmittelinstitut Swissmedic ordnete am 24. Oktober 2012 einen vorsorglichen Auslieferungs- und Anwendungsstopp für die Grippe-Impfstoffe Agrippal und Fluad an. Diese Massenahme wurde ergriffen, da die italienischen Gesundheitsbehörden mögliche Verunreinigungen in Impfstoffen gemeldet hatten, die aus der gleichen Produktionsstätte in Italien stammen wie diejenigen, die für die Schweiz bestimmt sind.

Die Unterlagen, die Swissmedic von Novartis inzwischen erhalten hat, belegen, dass es sich bei den teilweise sichtbaren weissen Partikeln nicht, wie zunächst angenommen wurde, um externe Verunreinigungen handelt, sondern um Aggregate (kleine Verklumpungen) von normalen Eiweissbestandteilen des Impfstoffs. Solche Aggregate können bei der Herstellung des Impfstoffs entstehen, lösen sich bei korrekter Anwendung der Spritze - leichtes Schütteln vor der Injektion - jedoch auf.

Gemäss vorliegenden wissenschaftlichen Daten sind die Wirksamkeit und die Sicherheit des Impfstoffs aufgrund dieser vereinzelt vorkommenden Aggregate nicht beeinträchtigt. Analysen von Stichproben im Swissmedic-Labor haben die Qualität der Impfstoffe bestätigt.

Wer sich impfen lässt, muss also nicht mit ausserordentlichen Nebenwirkungen rechnen, so das BAG. 

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Die Grippe (Influenza) ist eine plötzliche, im Winter gehäuft auftretende Viruserkrankung, die sehr unterschiedlich ablaufen kann: Ein milder Verlauf ist ebenso möglich wie eine gefährliche, lebensbedrohende Grippeerkrankung. Mehr über die Grippeerkrankung finden Sie hier.