Früher entschied man sich hauptsächlich in Risikosituationen für den Kaiserschnitt. Heute erfolgt er immer häufiger, ohne dass medizinische Gründe dafürsprechen.

Doch der Kaiserschnitt auf Wunsch birgt auch Gefahren – immerhin handelt es sich um eine Bauchoperation. Mögliche Risiken für die Mutter sind: vermehrter Blutverlust, Verletzung von Gebärmutter und Nachbarorganen, Narkosezwischenfälle, Infektionen und Wundheilungsstörungen, postoperative Schmerzen. Bei weiteren Schwangerschaften und Kaiserschnitten treten diese Komplikationen eher häufiger auf.

Anderseits wird der Beckenboden beim Kaiserschnitt deutlich weniger belastet als bei einer vaginalen Geburt. Auch muss die Mutter keine Wehen ertragen, und der Geburtstermin ist individuell wählbar.

Beim Kind lässt sich kein Nutzen nachweisen – im Gegenteil: Das Risiko, dass das Neugeborene an einem Atemnotsyndrom leidet, ist beim Kaiserschnitt höher als bei einer vaginalen Geburt. Zudem wird jedes fünfzigste Kind vom Skalpell des Chirurgen verletzt.

Deshalb sollten werdende Eltern – zusammen mit den betreuenden Geburtshelfern – die Vor- und Nachteile eines Kaiserschnitts genau abwägen.

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