Die «Pille danach» enthält das Hormon Levenorgestrel, das Eisprung, Befruchtung und Einnistung des Eis in der Gebärmutter verhindert. In den Apotheken ist das Präparat NorLevo erhältlich (Kostenpunkt: 30 Franken) – ein sogenanntes Monopräparat, das nur ein einziges Hormon enthält. In einer Packung befinden sich zwei Tabletten, wobei die erste Pille so früh wie möglich eingenommen werden sollte, die zweite 12 oder spätestens 24 Stunden danach.

  • Wenn Sie nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft haben, sollten Sie sich schnellstens an den nächsten Apotheker wenden.

  • Für die Wirksamkeit der «Pille danach» ist entscheidend, dass Sie rasch handeln. Die Hormonzufuhr kann in neun von zehn Fällen eine Schwangerschaft verhindern, wenn sie bis spätestens 72 Stunden nach dem Sex erfolgt.

  • Die «Pille danach» ist nur im Notfall einzusetzen. Bei häufiger Anwendung wird dem Körper eine unnötig hohe Hormonmenge zugeführt – deutlich mehr als bei regelmässiger Einnahme einer Antibabypille.

  • Mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Erbrechen verschwinden innerhalb von zwei Tagen nach Einnahme der Tablette. Halten die Beschwerden an, wenden Sie sich an eine Fachperson.

  • Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit der «Pille danach» verringern. Orientieren Sie den Apotheker, falls Sie Antibiotika oder Mittel gegen Epilepsie einnehmen.

  • Die «Pille danach» schützt nicht vor Aids – Schutz vor dem HI-Virus gewährleisten nur Kondome.

  • Die «Pille danach» ist keine Abtreibungspille. Ist die Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutterschleimhaut bereits erfolgt, kann die Schwangerschaft nicht mehr verhindert werden.