Der neuste Schweizer Krebsbericht zeigt Erfreuliches: Das Risiko, an Krebs zu sterben, nimmt ab. Das zeigen die neusten verfügbaren Daten zur Krankheit Krebs des Bundesamtes für Statistik (BFS), des Nationalen Instituts für Krebsepidemiologie und -registrierung (NICER) und des Schweizer Kinderkrebsregisters (SKKR). So ist zwischen 1983 und 2012 die Sterberate bei Krebs bei Frauen im Durchschnitt um 27 Prozent und bei den Männern um 36 Prozent zurückgegangen. In der Schweiz leben 317’000 Menschen mit der Diagnose Krebs.

Gleichzeitig ist aber die Zahl an Krebspatienten und der krebsbedingten Todesfälle gestiegen. Hauptgrund dafür ist die demografische Entwicklung mit einer starken Zunahme älterer Menschen. Für das Jahr 2015 werden rund 42’000 Meldungen neuer Krebsdiagnosen erwartet – 23’000 bei Männern und 19’000 bei Frauen.

Das Erkrankungsrisiko ist kein Grund für die Zunahme der Fälle. Im Gegenteil: Über alle Krebsarten gesehen, blieb das Risiko, an Krebs zu erkranken, zwischen 1998 und 2012 nahezu unverändert.

Gute Überlebenschancen

Die Überlebenschancen steigen immer weiter an:  In der Periode 2008 bis 2012 beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate aller Krebsarten 65 Prozent bei Männern und 68 Prozent bei Frauen. Das ist gegenüber dem Zeitraum 1998 bis 2002 ein Anstieg um 9 beziehungsweise 6 Prozentpunkten.
Bei Kindern hat die 5-Jahresüberlebensrate mittlerweile sogar 85 Prozent erreicht. Jedoch hängen die Überlebenschancen von der Krebsart sowie vom Zugang zur entsprechenden medizinischen Behandlung und deren Wirksamkeit ab.

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Dennoch sterben immer noch jährlich rund 16’000 Personen an Krebs: Bei Männern werden 22 Prozent der Krebstodesfälle durch Lungenkrebs, 15 Prozent durch Prostatakrebs und 10 Prozent durch Dickdarmkrebs verursacht. Bei Frauen ist Brustkrebs für 19, Lungenkrebs für 15 und Dickdarmkrebs für 10 Prozent der Krebstodesfälle verantwortlich. Bei Kindern sind Leukämien und Hirntumore die häufigsten Ursachen. Insgesamt ist Lungenkrebs mit 3000 Todesfällen pro Jahr die häufigste krebsbedingte Todesursache.

Tiefe Sterberaten im internationalen Vergleich

Im Vergleich mit neun europäischen Ländern liegen die Neuerkrankungsraten – für alle Tumore zusammen – bei den Männern im Mittelbereich. Bei den Frauen sind sie tief. 

Für die Schweiz ist die Sterberate bei Männern im Vergleich die zweitniedrigste und bei den Frauen die niedrigste. Bei Kindern gehören die Überlebensraten in der Schweiz zu den besten in Europa.

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Quelle: Bundesamt für Statistik