Die häufigste Todesursache bei den über 80-Jährigen sind Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bei den unter 80- Jährigen ist hingegen der Krebs dominierend, so die Todesursachenstatistik 2010 des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Am meisten Diagnosen werden bei den Todesfällen der 85- bis 94-Jährigen verzeichnet. Über alle Altersgruppen gibt es bei 11 Prozent der Todesfälle eine einzige Ursache, sei es Krankheit oder Unfall. Bei 24 Prozent sind es zwei Diagnosen, bei 30 Prozent drei und bei 31 Prozent vier. Im Durchschnitt werden zwei Diagnosen pro Todesfall registriert.

Herz-Kreislauf-Krankheiten

Die häufigste Todesursache bilden die Herz-Kreislauf-Krankheiten, an denen 22‘000 Menschen sterben. Bei weiteren 18‘000 Verstorbenen tritt diese Diagnose als Begleitkrankheit auf. Die Herz- Kreislauf-Krankheiten erscheinen also zu 55 Prozent als Haupttodesursache und zu 45 Prozent als Begleitkrankheit. Zudem gibt es geschlechterspezifische Unterschiede: Frauen (37%) sterben häufiger an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Krankheit als Männer (33%) und sind dabei im Schnitt auch älter (86 Jahre gegenüber 79 Jahren bei den Männern).

Krebs und Demenz

Rund 9’000 Männer und 7’000 Frauen sterben mit durchschnittlich 73 Jahren an Krebs. Dieser ist die häufigste Todesursache bei den Männern im Alter von 47 bis 79 Jahren und den Frauen von 36 bis 77 Jahren. In 91 Prozent der Todesfälle mit Krebs ist Krebs die Haupttodesursache. Demenz tritt ab dem 50. Lebensjahr als Todesursache auf. Sie macht bei Frauen ab 81 Jahren und Männern ab 89 Jahren mehr als 10 Prozent der Todesursachen aus. Während 5’200 Personen an einer Demenz sterben (54% Hauptdiagnose), sind weitere 4500 ebenfalls von dieser Krankheit betroffen (46% Nebendiagnose). Insgesamt wird also bei 9’700 Verstorbenen eine Demenz registriert. 

Krankheiten der Atmungsorgane

Die Krankheiten der Atmungsorgane machen ab dem 65. Altersjahr 5 bis 10 Prozent der Todesursachen aus. Sie erscheinen aber zusätzlich dreimal häufiger als Folge- oder Begleitkrankheit denn als Haupttodesursache. Dies liegt daran, dass Personen, die bereits von einer andern ernsthaften Krankheit geschwächt sind, häufig eine Lungenentzündung erleiden und mit dieser sterben. Lungenentzündungen machen einen grossen Anteil der Atemwegserkrankungen aus. Auch Grippe (Influenza) betrifft häufig Menschen, die von andern Grundkrankheiten geschwächt sind, und erscheint deshalb meist nicht selbst als Haupttodesursache.

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Bundesamtes für Statistik