Wem ist das nicht schon passiert - die Kaffeetasse kippt, man will sie auffangen - und stattdessen läuft einem die kochend heisse Brühe über die Hand.

Verbrennungen - das können sie selber tun

Leichte Verbrennungen, bei denen sich die Haut nur rötet, kann man selbst versorgen. Die Kühlung steht im Vordergrund. Kühlen Sie die Haut mit fliessendem Leitungswasser (zirka 20 Grad Celsius). Wesentlich kältere Temperaturen oder Eis sind ungünstig, da sie zusätzlich einen Kälteschaden verursachen können.

Kühlen Sie etwa 20 Minuten lang. Wenn die Haut nicht verletzt ist, können Sie nach dem Kühlen eine Brandsalbe auftragen. Hausmittel wie Mehl, Zahnpassta, Öl, Kartoffelscheiben oder Desinfektionsmittel haben auf Brandwunden nichts zu suchen! Wenn die Haut verletzt ist, sollten Sie die Wunde nur schützen und sauber halten. Grosse Brandblasen selber zu öffnen ist gefährlich; zu schnell dringen Keime ein.

So schützen Sie Kinder vor Verbrennungen

  • Feuerzeug und Streichhölzer kindersicher aufbewahren.
  • Schieben Sie Tassen und Töpfe mit heissem Inhalt in die TIschmitte. Die Reichweite von Kinderarmen wird oft unterschätzt - probieren Sie es mit einem kalten Getränk einmal aus.
  • Achten Sie darauf, dass Stromkabel von Bügeleisen, Wasserkocher et cetera für Kinder nicht erreichbar sind. 
  • Verzichten Sie auf Tischdecken.
  • Drehen Sie die Griffe von Töpfen und Pfannen beim Kochen nach hinten.
  • Sichern Sie den Herd mit einem Gitter.
  • Verwenden Sie für Badewasser eine Mischbatterie. Nie zuerst heisses Wasser einlassen. Kontrollieren Sie die Wassertemperatur vor dem Bad. 
  • Rühren Sie Speisen und Flüssigkeiten, die Sie in der Mikrowelle warm gemacht haben, um. Sonst besteht die Gefahr, dass manche Stellen nur lauwarm und andere kochend heiss sind.
  • Bevor Sie Ihr Kind füttern, sollten Sie immer die Temperatur von Milchflasche und Brei überprüfen.
  • Essen und Trinken Sie nichts Heisses, solange Ihr Kind auf Ihrem Schoss sitzt.
  • Lassen Sie Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Feuer und Kerzen.

Hilfe, Infos und Links zum Thema gibt es beim Zentrum für brandverletzte Kinder am Kinderspital Zürich oder bei www.paulinchen.de 

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Quelle: Beobachter Edition
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