Die jüngste Welle der Geflügelpest in China macht Gesundheitsbehörden und Grippeforschern weltweit Sorgen. Der neue H7N9-Virus hat bis jetzt fast 80 Menschen angesteckt und 16 Personen getötet. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation kann sich der Erreger in der aktuellen Form nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Diverse Wissenschaftler zweifeln aber an dieser offiziellen Darstellung, denn zwei Fünftel der Infizierten hatten keinen Kontakt mit Geflügel, wie die Handelszeitung schreibt.

Um für den Fall einer Pandemie gerüstet zu sein, arbeitet Novartis zusammen mit Partnern bereits an einem Impfstoff gegen die neue Vogelgrippe. «Wir haben die Gene des neuen Virus synthetisiert und diese dem US CDC geliefert», bestätigt der Basler Pharmakonzern gegenüber der «Handelszeitung». Die Empfängerin ist Teil des US-Gesundheitsministeriums und unter anderem für Massnahmen zur Eindämmung von Infektionskrankheiten zuständig. Novartis sagt, die bisherigen Arbeiten seien eine notwendige Vorstufe zur Herstellung eines Impfstoffes. «Mit der eigentlichen Produktion haben wir aber noch nicht begonnen.»

Novartis ist im Impfstoffgeschäft die globale Nummer fünf. Letztes Jahr setzte das Unternehmen mit Vakzinen knapp 1,4 Milliarden Dollar um. Mit der ersten Impfung gegen Hirnhautentzündung gelang dem Konzern ein Durchbruch. Allein der europäische Markt für diese Impfung wird auf eine Milliarde Dollar geschätzt.

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