Das Sonnenlicht ist lebenswichtig. Es verbessert unser körperliches und geistiges Wohlbefinden, steigert die Leistungsfähigkeit und ist für wichtige Stoffwechsel-Prozesse nötig. Dazu gehört die Bildung von Vitamin D, das für den Aufbau und die Stabilität der Knochen wichtig ist. Dafür genügen im Durchschnitt schon zehn Minuten Tageslicht an Gesicht und Händen.

Sonnenlicht enthält neben dem sichtbaren Licht und dem wärmenden Strahlungsanteil das energiereiche UV-Licht. Diese Strahlen werden zum grössten Teil durch die Ozonschicht abgefiltert. Allerdings wird die Ozonschicht immer «löchriger», weshalb die Strahlung zunimmt. Darin enthalten sind die so genannten UVA- und UVB-Strahlen, die beim Menschen zu Hautveränderungen führen können.

UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand. Langfristig sind sie für Hautkrebs und eine Schwächung des Bindegewebes verantwortlich. UVA-Strahlen sind mitbeteiligt an der Sonnenallergie; langfristige Schäden sind eine vorzeitige Hautalterung, Faltenbildung und ein Verlust an Hautelastizität. Da die Haut nichts «vergisst», steigt mit jedem Sonnenbrand die Wahrscheinlichkeit, an Hautkrebs zu erkranken.

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Entscheidend für die Zeit, die man sich der Sonne aussetzen darf, ist der Hauttyp: Je heller Haut, Haare und Augenfarbe sind, desto anfälliger ist man für einen Sonnenbrand. Schnee verstärkt die Wirkung des UV-Lichts um 85 Prozent, Wasser um 75 und Sand um 20 Prozent. Die Sonne strahlt auch bei bedecktem Himmel und im Schatten mit etwa 50 Prozent, bis zu einer Wassertiefe von 40 Zentimeter sind es rund 40 Prozent. Ein weisses Baumwoll-T-Shirt lässt einen Fünftel der Strahlung durch und sogar die Hälfte, wenn es nass ist.

Deshalb ist Folgendes zu raten:

  • Kinder unter einem Jahr dürfen nie direkt der Sonne ausgesetzt sein.

  • Schützen Sie Kleinkinder besonders gut (Schutzfaktor 30, T-Shirt, Hut).

  • Verbringen Sie die Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten.

  • Verwenden Sie das Sonnenschutzmittel (stets mit UVA- und UVB-Filter) mindestens eine halbe Stunde vor Ihrem Aufenthalt an der Sonne.

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Medikamente nehmen: Einige erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Auch können sie zu Pigmentflecken führen. Dies gilt ebenso für Kosmetika, Deodorants und Parfüms.

  • Tragen Sie eine hochwertige Sonnenbrille; intensive Sonnenbestrahlung kann das Risiko für den grauen Star erhöhen.

  • Tragen Sie an der Sonne immer eine Kopfbedeckung.

  • Trinken Sie viel, doch vermeiden Sie Alkohol.

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