Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen – eines jeweils direkt vor Ihrer Hausschwelle, sagte bereits Paracelsus. Auch die guten Websites über Heilpflanzen liegen nur einen Mausklick entfernt: Als Einstieg besucht man an der Uni Würzburg einige Diavorträge, vor allem die Einleitung in die Phytotherapie. Ein hervorragender Überblick über 204 Heilpflanzen mit Wirkung, Indikationen, Dosierung sowie Nebenwirkungen und Interaktionen bietet www.tee.org.

Die WWW-Adresse für Heilpflanzentherapie schlechthin ist die Homepage der Gesellschaft für Phytotherapie in Deutschland. Sehr nützlich sind die Presseerklärungen, die Zusammenfassungen von Studien mit Heilpflanzen, die Buchbesprechungen und die übersichtliche Linkliste.

Zwei äusserst interessante Pflanzen will ich hier noch vorstellen: Vitex-agnus-castus-Früchte (Mönchspfeffer) erweisen sich auch in grossen Studien als sehr wirksam und gut verträglich bei Frauen mit einem prämenstruellen Syndrom, das sich in Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, depressiver Verstimmung, Energiemangel, Schlaf- und Appetitstörungen äussern kann. Zum Zweiten zeigt sich Johanniskraut bei milder bis mittelstarker Depression tatsächlich ebenso wirksam wie «chemische» Antidepressiva, hat aber weniger unerwünschte Wirkungen.