Die britische Ärztegesellschaft appelliert an die Massenmedien, mehr Verantwortung zu zeigen, wenn sie extrem schlanke Frauen als Modelle abbilden. In einem Bericht zu Essstörungen, Körperbild und den Medien wird deren Neigung kritisiert, ständig «perfekte Körperlichkeit» vorzugaukeln. Es wird befürchtet, dass viele Frauen (zunehmend aber auch Männer), die dieses «Ideal» nicht erreichen, sich zweitklassig vorkommen und – weit schlimmer noch – dass das übertriebene Ideal zu Essstörungen führt. Die Autoren schlagen deshalb vor, an den Schulen solle künftig vermittelt werden, wie man Werbung, Magazine und TV-Sendungen kritisch betrachtet. Denn mit Gesundsein hat extremes Schlanksein überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil: Frauen mit breiten Hüften sind gesünder und leben länger.

Zu diesem Resultat kommen namhafte Wissenschaftler auf der ganzen Welt in diversen Studien. Frauen mit schmalen Hüften haben demnach ein höheres Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Erstaunlich auch: Babys, die Flaschennahrung bekommen, sind später häufiger übergewichtig als jene, die gestillt werden. Einen entscheidenden Einfluss haben zudem das Ess- und das Bewegungsverhalten der Eltern: Waren diese übergewichtig, hatten auch ihre Kinder dreimal häufiger Übergewicht als Kinder von normalgewichtigen Eltern.