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  4. Auswurf (Sputum)

Von Veröffentlicht am 25. Januar 2019

1. Definition

Definition

Als Auswurf bezeichnen Mediziner das Sekret, welches von der Bronchialschleimhaut gebildet und dann aus dem Atemtrakt abgehustet wird. Man spricht von produktivem Husten, wenn dieser mit Auswurf, auch Sputum oder Expektoration genannt, einhergeht.

Die Bildung von Sekret ist normal und notwendig, um die Bronchien zu reinigen. Übermässig gebildeter Auswurf kann aber auch Zeichen einer Atemwegserkrankung sein. Je nach Ursache sieht der Auswurf zäh, glasig und schleimig, gelbgrün und eitrig, bräunlich bis schwarz, wässrig oder bröckelig aus.

Manche Menschen leiden akut, zum Beispiel während einer vorübergehenden Erkältung, unter Auswurf. Andere, beispielsweise starke Raucher, haben chronischen produktiven Reizhusten.

Hustet ein Patient Schleim ab, kann dieser Auswurf wichtige Hinweise bezüglich der Grunderkrankung geben. Oft ist das Sputum ein harmloses Symptom einer Erkältung oder Allergie. Meist besteht dann auch ein mehr oder weniger starker Husten. Dauern Husten und Auswurf länger an, ist das Sputum blutig oder eitrig gefärbt, sollte man die Ursache beim Arzt abklären lassen, um schwerwiegende Erkrankungen (z.B. Lungenkrebs) auszuschliessen.

Der Arzt nimmt eine gründliche Untersuchung von Hals, Rachen und Oberkörper vor und horcht Lunge und Herz mit einem Stethoskop ab. In der Regel ordnet er auch eine Blutentnahme an.

Ist der Husten produktiv, also mit Auswurf verbundenen, können schleimlösende und auswurffördernde Mittel (Sekretolytika, Mukolytika, Expektorantien) beispielsweise als Tabletten oder Saft angewendet werden. In vielen Fällen hilft auch eine Inhalation. Die sogenannten Hustenlöser vermindern die Zähigkeit (Viskosität) des Schleims, machen ihn dadurch flüssiger und der Patient kann das Sputum besser abhusten.

2. Ursachen

Auswurf (Sputum) kann verschiedene Ursachen haben. Eine gewisse Menge Auswurf ist normal, denn die Bildung von Sekret ist notwendig, um die Bronchien zu reinigen. Ein übermässiges oder unnatürlich gefärbtes Sputum kann aber auch Zeichen einer Erkrankung der Atemwege sein. Dazu zählen verschiedene Arten von Atemwegsinfektionen:

  • Erkältung
  • akute Bronchitis
  • chronische Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale und chronische Bronchitis
  • Allergien
  • Atemwegsinfekte durch Pilze (z.B. Aktinomykose und Aspergillose) und andere seltene Erreger wie Tuberkulose
  • Tumoren der Atemwege wie Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Der Auswurf sieht je nach den unterschiedlichen Ursachen anders aus. So tritt beispielsweise zäher, glasig-weisslicher, schleimiger Auswurf bei chronischer Bronchitis auf. Die Betroffenen husten das Sputum vor allem morgens ab. Auch bei Asthma bronchiale oder einer Mukoviszidose (cystische Fibrose) kann der Schleim mitunter ähnlich aussehen. Der Auswurf verfärbt sich, wenn es zusätzlich zu einem Befall mit Bakterien kommt: Gelbgrüner, schleimig-eitriger Auswurf ist typisch für bakterielle Infekte der Atemwege. Ursache ist zum Beispiel eine Lungenentzündung (Pneumonie). Starke Raucher und Kohlearbeiter leiden häufig unter bräunlich-schwärzlichem Auswurf. Bröckeliges Sputum wird bei Lungenkrankheiten wie Aktinomykose und Tuberkulose beobachtet. Der sogenannte maulvolle eitrige Auswurf ist typisch für Bronchiektasen.

Ist der Auswurf blutig oder husten Betroffene reines Blut aus, spricht man von Bluthusten (Hämoptoe). Als Hämoptyse bezeichnen Mediziner Auswurf, der mit Blutspuren oder Blutfäden durchzogen ist. Blutiger Auswurf kann unter anderem Zeichen eines schweren Infekts (wie Lungenentzündung), aber auch von bösartigen Tumoren (z.B. Lungenkrebs) sein.

3. Diagnose

Hustet ein Patient Schleim ab, kann dieser Auswurf (Sputum) wichtige Hinweise für die Diagnose einer zugrunde liegenden Atemwegserkrankung geben. Auswurf kann als harmloses Symptom im Rahmen einer Erkältung oder Allergie auftreten. Meist besteht auch ein mehr oder weniger starker Husten. Dauern Husten und Auswurf länger an, ist das Sputum blutig oder eitrig gefärbt, sollte man die Ursache beim Arzt abklären lassen, denn es könnte auch eine schwere Erkrankung (z.B. Lungenkrebs) dahinter stecken.

Um den Grund für den Auswurf besser ermitteln und eine Diagnose sichern zu können, stellt der Arzt zunächst einige Fragen zu den genauen Beschwerden – zum Beispiel wann der Auswurf aufgetreten ist, ob sonstige Symptome wie Halsschmerzen, Schnupfen, Kopfschmerzen und Heiserkeit vorhanden sind und vieles mehr. Dann erfragt der Arzt mögliche Vorerkrankungen, Allergien und Unverträglichkeiten, derzeit eingenommene Medikamente, das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensgewohnheiten (v.a. ob und wie viel der Betroffene raucht).

Es folgt eine gründliche Untersuchung von Hals, Rachen und Oberkörper. Der Arzt horcht Lunge und Herz mit einem Stethoskop ab. In der Regel ordnet er auch eine Blutentnahme an, um das Blut auf Entzündungswerte oder Krankheitserreger zu testen. Auch das Sputum selbst wird im Labor auf Keime, wie Erreger einer Tuberkulose untersucht. Auch werden die Zellen, die sich im Sputum befinden, genau betrachtet.

Je nach Ergebnis sind zur Diagnose zusätzliche Untersuchungen sinnvoll. Dazu zählen unter anderem eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs, eine Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie), gegebenenfalls mit einer Bronchien-Spülung (bronchoalveolären Lavage) und einer Gewebeuntersuchung (Biopsie).

4. Therapie

Bei Auswurf (Sputum) richtet sich die Therapie in der Regel nach der Grunderkrankung. Auswurf – auch als produktiver Husten oder Expektoration bezeichnet – kommt als Symptom bei einer Vielzahl möglicher Krankheiten vor. Beispiele hierfür sind Erkältungen, Asthma bronchiale oder Lungentumoren. Deshalb stehen bei Auswurf die Erkennung und Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung im Vordergrund. So sind bei bakteriellen Infekten der Atemwege gegebenenfalls Antibiotika notwendig. Rauchen ist bei Husten und Auswurf untersagt. Ausserdem sollte man sich auch nicht in staubiger und verrauchter Luft aufhalten. Ausreichend trinken, sich warm halten und schonen, empfiehlt sich bei Atemwegsinfekten, die mit Husten und Auswurf einhergehen.

Bei produktivem, also mit Auswurf verbundenem, Husten können zur Therapie schleimlösende und auswurffördernde Mittel (Sekretolytika, Mukolytika, Expektorantien) als Tabletten, Säfte und Inhalationen angewendet werden. Diese sogenannten Hustenlöser vermindern die Zähigkeit (Viskosität) des Schleims und machen ihn dadurch flüssiger, sodass der Patient das Sputum besser abhusten kann.

In Hustenlöser enthaltene Wirkstoffe sind unter anderem Acetylcystein (ACC), Ambroxol, Bromhexin und Guaifenesin sowie pflanzliche Wirkstoffe wie Fenchel- und Anisöl. Hustenreizstillende Mittel (Antitussiva) werden gegen trockenen Reizhusten und seltener bei Husten mit Auswurf eingesetzt. Um die Schleimhautentzündung im Hals und in den Bronchien zu lindern, können in bestimmten Fällen entzündungshemmende Mittel wirken (z.B. kortisonhaltige Inhalationen).

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