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Ellenbogenschmerzen

(Schmerzen im Ellenbogen)
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1. Definition

Definition

Ellenbogenschmerzen können verschiedene Ursachen haben, die zu leichten bis starken Schmerzen führen und ein unangenehmes Gefühl im Ellenbogengelenk hervorrufen können.

Der Ellenbogen besteht aus dem Ellenbogengelenk, welches sich aus den Enden des Oberarmknochens (Humerus) und den Unterarmknochen Elle (Ulna) und Speiche (Radius) bildet. Manchmal wird auch der bei einer Armbeugung herausstehende Teil der Elle, das Olecranon, als Ellenbogen bezeichnet.

Das Ellenbogengelenk ermöglicht das Beugen und Strecken des Unterarms (Scharniergelenk und Kugelgelenk) sowie die Drehung des Unterarms und der Hand (Zapfengelenk). Neben den Knochen besteht das Ellenbogengelenk aus Gelenkknorpel, Gelenkflüssigkeit, Sehnen, Bändern und weiteren Gelenkstrukturen.

Das Ellenbogengelenk wird oft stark beansprucht, sowohl bei alltäglichen Tätigkeiten (z.B. beim Tragen von Einkaufstaschen), als auch bei sportlicher Betätigung (wie Tennis oder Golf). Ist die Belastung falsch oder zu gross oder verletzt man sich am Ellenbogen, machen sich Ellenbogenschmerzen bemerkbar. Auch nach längerer Ruhigstellung des Arms (z.B. durch einen Gips nach einem Knochenbruch), kann es zu Schmerzen im Ellenbogen kommen. Die Schmerzen im Ellenbogen können plötzlich (akut) oder permanent (chronisch) auftreten. Ellenbogenschmerzen äussern sich je nach Ursache durch drückende, ziehende oder stechende Schmerzen. Hinzu kommt oft eine eingeschränkte Beweglichkeit oder eine entzündliche Schwellung und der Ellenbogen fühlt sich warm an.

Bei Ellenbogenschmerzen richtet sich die Therapie vor allem nach der Ursache für die Schmerzen. Akute Ellenbogenschmerzen nach kurzzeitiger Fehl- oder Überlastung verschwinden oft ganz von alleine. Unter Umständen – zum Beispiel beim Tennisarm – sind Salbenverbände oder eine Gipsschiene notwendig, um den Arm beziehungsweise das Ellenbogengelenk ruhig zu stellen.

Ob vorübergehende Schonung oder Bewegung und ob Wärme oder Kühlung besser sind, hängt von der jeweiligen Ursache ab und sollte mit dem Arzt besprochen werden. Je nach den auftretenden Beschwerden verordnet er zusätzlich Medikamente gegen die Schmerzen oder Entzündung.

2. Ursachen

Ellenbogenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Das Ellenbogengelenk wird oft stark beansprucht, sowohl bei alltäglichen Tätigkeiten (z.B. beim Tragen von Einkaufstaschen), als auch bei sportlicher Betätigung (wie Tennis oder Golf). Ist die Belastung falsch oder zu gross oder verletzt man sich am Ellenbogen, machen sich Ellenbogenschmerzen bemerkbar. Auch nach längerer Ruhigstellung des Arms (z.B. durch einen Gips nach einem Knochenbruch), kann es zu Schmerzen im Ellenbogen kommen.

Für Ellenbogenschmerzen kommen folgende Ursachen infrage:

  • Gelenkentzündung (Arthritis) des Ellenbogengelenks
  • Gelenkverschleiss (Arthrose) des Ellenbogengelenks
  • Gelenkrheuma (Rheumatoide Arthritis)
  • Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis)
  • Golferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris)
  • Schleimbeutel-Entzündung des Ellenbogengelenks (Bursitis olecrani)
  • Sehnenscheiden-Entzündung (Tendovaginitis)
  • Reizung des Ellennervs (Nervus ulnaris) am Narrenbein, zum Beispiel durch Stossen an einer Kante
  • Gelenkausrenkung (Luxation)
  • Gelenkverletzungen, Bänder- und Sehnenverletzungen, zum Beispiel Zerrung oder Bänderriss am Ellenbogengelenk
  • Muskelverspannungen und Muskelverletzungen im Ellenbogenbereich
  • Repetitive Strain Injury (Überlastung durch jahrelange immer gleiche Tätigkeiten), heutzutage oft als Mausarm (entsteht durch häufige Arbeit mit Computer und Computer-Maus) bezeichnet
  • Ganglion (Überbein)
  • Knochenbruch, zum Beispiel Oberarmbruch mit Beteiligung des Ellenbogengelenks
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • freie Gelenkkörper
  • Volkmann-Kontraktur (Zusammenziehen von Muskeln durch Minderdurchblutung)
  • neurologische Erkrankungen mit Nervenschäden und Durchblutungsstörungen
  • Hautkrankheiten am Ellenbogen mit Gelenkbeteiligung (wie Psoriasis)

3. Diagnose

Bei Ellenbogenschmerzen ist es wichtig, die richtige Diagnose zu stellen und so die Ursache beseitigen zu können. Häufig verschwinden Ellenbogenschmerzen schon nach kurzer Zeit von ganz alleine, zum Beispiel wenn man sich am Narrenbein gestossen hat oder einen Tag lang den Ellenbogen ungewohnt belastet hat. Bei länger anhaltenden Schmerzen im Ellenbogen sowie einem entzündlich geschwollenen und überwärmten Gelenk ist ein Arztbesuch ratsam.

Sind Sie von Ellenbogenschmerzen betroffen, stellt Ihnen der Arzt zunächst ein paar Fragen zu Ihren Beschwerden und Vorerkrankungen. Darüber hinaus fragt er Sie, wo genau der Schmerz sitzt, seit wann die Schmerzen bestehen und ob Sie den Ellenbogen möglicherweise überlastet haben. Spielen Sie oft Tennis oder Golf oder arbeiten beruflich viel mit Tastatur und Maus, können diese Tätigkeiten die Ursachen für Ihre Ellenbogenschmerzen sein. Gerade wenn eine Arthrose bekannt ist oder Sie einen Unfall hatten, schliesst sich eine gründliche Untersuchung Ihres Ellenbogens und des Gelenks an.

Der Arzt prüft, ob eine Gelenkschwellung, ein Gelenkerguss oder ein eingeschränkter Bewegungsumfang vorliegen und führt dazu verschiedene Bewegungstests durch.

Bei dem Verdacht auf bestimmte Ursachen veranlasst der Arzt zusätzliche Untersuchungen. Vermutet er etwa einen Knochenschaden, ist zum Beispiel eine Röntgenaufnahmen notwendig. Weitere Untersuchungen, die bei Ellenbogenschmerzen zum Einsatz kommen können, sind:

  • Blutuntersuchungen (z.B. auf Entzündungszellen)
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
  • Gelenkpunktion bei einem Gelenkerguss
  • Kernspintomographie (MRT)

4. Therapie

Bei Ellenbogenschmerzen richtet sich die Therapie vor allem nach der Ursache für die Schmerzen.

Akute Ellenbogenschmerzen nach kurzzeitiger Fehl- oder Überlastung verschwinden oft ganz von alleine. Unter Umständen – zum Beispiel beim Tennisarm – sind Salbenverbände oder eine Gipsschiene notwendig, um den Arm beziehungsweise das Ellenbogengelenk ruhig zu stellen.

Die Schmerzen im Ellenbogen lassen sich mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln (wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac), vorwiegend als Tabletten oder Salbe, behandeln. Auch Gelenkinjektionen und Gelenkspülungen mit Medikamenten, die Kortison enthalten, oder örtlichen Betäubungsmitteln können Schmerzen im Ellenbogen lindern.

Bei chronischen Ellenbogenschmerzen und bei einem Aufenthalt im Krankenhaus, kann eine sogenannte Plexus-brachialis-Blockade mit einem Katheter sinnvoll sein. Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch nahe der Achselhöhle so ins Gewebe gelegt, dass er bis an die Nerven, die den Arm versorgen, heranreicht. Über diesen Schlauch kann das Schmerz- oder Betäubungsmittel mehrmals gespritzt werden.

Sind konservative (nicht-operative) Massnahmen nicht wirksam, ist eventuell ein operativer Eingriff die Lösung und lässt die Schmerzen im Ellenbogen verschwinden. Im Rahmen einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) ist es heutzutage möglich, viele Ursachen von Ellenbogenschmerzen zu beseitigen. Bei Arthrose kann zudem eine sogenannte gelenknahe Osteotomie (Durchtrennung von Knochen oder die Entfernung eines Knochenstücks) durchgeführt werden. Wenn schwere Verletzungen oder starke Beeinträchtigungen des Gelenks nicht anders zu beseitigen sind, kommt ein künstlicher Gelenkersatz (Prothese) in Betracht.

Ob vorübergehende Schonung oder Bewegung und ob Wärme oder Kühlung besser sind, hängt von der jeweiligen Ursache ab und sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Grundsätzlich kommen bei Ellenbogenschmerzen folgende unterstützende Therapie-Massnahmen in Betracht:

  • Physiotherapie
  • Wärme- und Kältebehandlung
  • Muskeltraining (Kräftigung und Dehnung)
  • Bewegung und gelenkfreundliche Sportarten, wie Schwimmen
  • Wasser- und Bädertherapie
  • Elektrotherapie und Ultraschallbehandlung
  • Stosswellentherapie
  • Orthopädische Hilfsmittel, wie Bandagen

In der Erprobung bei Schmerzen befinden sich Injektionen mit Botulinumtoxin, einem Nervengift, das auch in der ästhetischen Medizin zur vorübergehenden Faltenbeseitigung eingesetzt wird. Bei Ellenbogenschmerzen soll es verkrampfte Muskeln lockern.