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1. Definition

Definition

Hautbläschen und -blasen sind der Definition nach flüssigkeitsgefüllte Veränderungen der Haut, die über das Hautniveau erhaben und mindestens fünf Millimeter gross sind.

Es gibt verschiedene Formen von Hautausschlägen (Exantheme): Neben Flecken, Knötchen, Pusteln und Quaddeln äussern sich einige Exantheme mit kleinen Hautbläschen (Vesikel) oder grösseren Blasen (Bulla).

Manchmal sind nur einzelne Körperregionen betroffen, manchmal ist die Haut am gesamten Körper mit Hautbläschen übersät.

Einige Hautkrankheiten, aber auch Infektionen, Allergien sowie innere Krankheiten können einen durch Hautbläschen gekennzeichneten Hautausschlag hervorrufen und gelten deshalb als typische Ursachen für diese Hauterscheinungen. Darüber hinaus treten Hautblasen bei Verbrennungen, Kälteschäden und Erfrierungen sowie bei Lichtschäden der Haut (Lichtdermatitis) auf.

Auch Virusinfektionen können mit einer Blasenbildung der Haut einhergehen. Das sind vor allem Herpes simplex Typ 1 (Herpes labialis, Lippenherpes) und Herpes simplex Typ 2 (Herpes genitalis, Genitalherpes). Weitere Viruserkrankungen, die zu Hautbläschen führen können, sind zum Beispiel Windpocken (Varizellen) und Herpes zoster (Gürtelrose). Zu bakteriellen Infektionen, die Hautblasen verursachen, zählt das bullöse Erysipel (Wundrose).

Hautbläschen treten auch häufig bei Allergien wie dem Kontaktekzem, Arzneimittelexanthem oder bei einer Insektenstichallergie auf.

Bei Hautbläschen richtet sich die Therapie nach der zugrunde liegenden Ursache. So verschwinden die Bläschen beispielsweise bei einer Insektengiftallergie einige Zeit nach dem Insektenstich. Viruskrankheiten wie Windpocken werden in der Regel nur symptomatisch behandelt. Nach überstandener Krankheit sind auch die Bläschen weg.

Hautblasen infolge von Verbrennungen oder Erfrierungen erfordern eine spezielle Wundbehandlung.

2. Ursachen

Einige Hautkrankheiten, aber auch Infektionen, Allergien sowie innere Krankheiten können einen durch Hautbläschen gekennzeichneten Hautausschlag hervorrufen und gelten deshalb als typische Ursachen für diese Hauterscheinungen. Darüber hinaus treten Hautblasen bei Verbrennungen, Kälteschäden und Erfrierungen sowie bei Lichtschäden der Haut (Lichtdermatitis) auf.

Virusinfektionen, die mit einer Blasenbildung der Haut einhergehen, sind vor allem der Herpes simplex Typ 1 (Herpes labialis, Lippenherpes) und Herpes simplex Typ 2 (Herpes genitalis, Genitalherpes) sowie Windpocken (Varizellen) und Herpes zoster (Gürtelrose). Zu bakteriellen Infektionen, die zu Hautblasen führen, zählt das bullöse Erysipel (Wundrose). Auch Kinderkrankheiten wie die bullöse Form des Milchschorfs äussern sich mit Bläschen.

Hautbläschen treten häufig bei Allergien wie dem Kontaktekzem, Arzneimittelexanthem oder bei einer Insektenstichallergie auf. Eine seltene Hautblasenkrankheit in der Schwangerschaft ist der Herpes gestationis. Darüber hinaus gibt es einige spezielle Hautkrankheiten mit Blasenbildung (wie Epidermolysis bullosa, bullöses Pemphigoid).

3. Diagnose

Mit einem plötzlich aufgetretenen Ausschlag in Form von Hausbläschen sollte man den Hausarzt oder einen Hautarzt aufsuchen, damit dieser die Diagnose stellen und alle weiteren notwendigen Schritte einleiten kann.

Um die Ursache des Hautausschlags festzustellen, wird der Arzt zunächst einige Fragen stellen, zum Beispiel wann und an welcher Körperstelle zuerst die Bläschen aufgetreten sind. Weiterhin fragt er, ob zusätzliche Beschwerden vorliegen, beispielsweise:

Zudem erfragt der Arzt, ob Allergien bekannt sind, Vorerkrankungen bestehen oder Medikamente eingenommen werden. Auch die Information von Kontakt zu erkrankten Personen (z.B. Windpocken im Kindergarten) kann entscheidend sein.

Anschliessend wird der Arzt eine gründliche körperliche Untersuchung durchführen und die Hautbläschen genau betrachten. Dafür nimmt er eine Vergrösserungslupe, einen Holz- oder Glasspatel und gegebenenfalls weitere optische Geräte zu Hilfe. Er führt ein paar einfache Hauttests durch und drückt unter Umständen eins der Hautbläschen aus, um im Rahmen der Diagnose auch das Sekret im Labor untersuchen zu lassen.

Durch diese Untersuchungen erhält der Arzt in der Regel schon einen Verdacht auf die Ursache der Hautbläschen. Je nach Befund sind dann weitere Untersuchungen wie Blutentnahmen und Allergietests notwendig.

4. Therapie

Bei Hautbläschen richtet sich die Therapie nach der zugrunde liegenden Ursache. So verschwinden die Bläschen beispielsweise bei einer Insektengiftallergie einige Zeit nach dem Insektenstich. Viruskrankheiten wie Windpocken werden in der Regel nur symptomatisch behandelt. Nach überstandener Krankheit sind auch die Bläschen weg. Die Gürtelrose (Herpes zoster) hingegen wird mit virushemmenden Mitteln therapiert.

Bei bakteriellen Infektionen mit Bläschenbildung wie dem Erysipel (Wundrose), verschreibt der Hautarzt Antibiotika. Da die Hautbläschen oftmals jucken, können juckreizstillende Medikamente (Antihistaminika) wichtiger Bestandteil der Therapie sein.

Hautblasen infolge von Verbrennungen oder Erfrierungen erfordern eine spezielle Wundbehandlung.