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Herzrasen

(Herzklopfen)
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1. Definition

Definition

Herzrasen (Herzklopfen) und ein spürbar schneller Pulsschlag kennt fast jeder Mensch: Man fühlt, wie das Herz in der Brust schlägt, es pocht und klopft – und man spürt den Puls bis in die Halsschlagader.

Herzrasen kann bei Aufregung, Vorfreude oder in einer stressigen Situation ganz normal sein und nach kurzer Zeit wieder vorübergehen.

Herzklopfen (sog. Palpitationen) und Herzrasen (Tachykardie) können aber auch Zeichen einer Herzerkrankung sein, zum Beispiel einer Herzrhythmusstörung mit Vorhofflimmern. Auch Erkrankungen der Schilddrüse sowie Medikamente und Koffein können zu Herzrasen führen oder starkes Herzklopfen auslösen.

Weitere mögliche Gründe, warum das Herz pocht und klopft, sind:

Auch im Rahmen von Angststörungen wird häufig Herzrasen beobachtet.


Zusätzlich zum Herzklopfen treten dann gelegentlich weitere Beschwerden auf. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • ein unregelmässiger Herzschlag (Arrhythmie) – oft Herzstolpern genannt,
  • Benommenheit
  • Schwindel
  • kurzzeitige Bewusstseinsverluste und
  • vorübergehende Seh- oder Sprachstörungen auf.

Wenn Sie diese Beschwerden haben, ist es ratsam, dass Sie diese von Ihrem Hausarzt abklären lassen.


Wenn Herzklopfen und Herzrasen harmloser Natur sind, erübrigt sich in der Regel eine Therapie. Sind Erkrankungen als Ursachen bekannt, werden diese behandelt: Herzrhythmusstörungen wie zum Beispiel Vorhofflimmern lassen sich medikamentös mit Antiarrhythmika behandeln. Manchmal ist auch ein Herzschrittmacher notwendig.

Falls Stress oder psychische Belastung Herzklopfen und Herzrasen auslösen, können Sie sich mit Übungen und Massnahmen zur Stressvermeidung entspannen. Beruhigungsmittel sollten Sie nur dann einnehmen, wenn ein Arzt sie verordnet hat. Wenn Sie bisher viel Kaffee trinken und rauchen, sollten Sie versuchen, den Konsum einzuschränken oder ganz zu meiden.

Wissenswertes

  • Herzrasen kennt fast jeder Mensch: Man fühlt, wie das Herz in der Brust pocht und klopft – den eigenen Puls spürt man bis in die Halsschlagader.
  • Herzrasen kann ganz normal sein – etwa bei Aufregung und (Prüfungs-)Angst, bei Freude und Vorfreude oder in einer stressigen Situation.
  • Auch bestimmte Gifte und Genussmittel können Herzrasen auslösen. Dazu zählen beispielsweise übermässiger Genuss von Koffein (Kaffee oder Cola) und Nikotin.
  • Weitere mögliche Gründe, warum das Herz pocht und klopft, sind Erkrankungen der Schilddrüse, Bluthochdruck, Unterzuckerung, Medikamente und Blutarmut.
  • Hinter starkem Herzklopfen und Herzrasen können aber auch Erkrankungen des Herzens stecken – zum Beispiel eine Herzrhythmusstörung mit Vorhofflimmern, eine koronare Herzkrankheit, Herzklappenerkrankungen oder Herzmuskelerkrankungen.
  • Auch im Rahmen von Angststörungen kommt Herzrasen häufig vor.
  • Wenn Sie hin und wieder unter Herzrasen leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen! Er kann herausfinden, ob es sich um harmloses Herzklopfen oder um ernstzunehmende Herzrhythmusstörungen handelt.
  • Dazu sind verschiedene Untersuchungen notwendig. Im Rahmen eines sogenannten Anamnese-Gesprächs stellt der Arzt zunächst ein paar Fragen – zum Beispiel wann das Herzklopfen aufgetreten ist und ob es ein bestimmtes auslösendes Ereignis gab oder gibt (beruflicher Stress, familiäre Belastung).
  • Darüber hinaus fragt der Arzt nach weiteren Beschwerden und ob Vorerkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit oder eine Schilddrüsenüberfunktion bestehen.
  • Anschliessend führt der Arzt verschiedene Untersuchungen durch. In der Regel nimmt er Blut ab, misst Puls, Blutdruck und Temperatur und hört das Herz mit dem Stethoskop ab.
  • Mithilfe eines EKGs (Elektrokardiographie) kann er den Herzrhythmus sehr genau beurteilen. Dazu klebt der Arzt mehrere Elektroden auf die Brust und erhält so Hinweise auf verschiedene Herzerkrankungen.
  • Je nachdem, welche Ursachen der Arzt für das Herzklopfen oder Herzrasen vermutet, sind weitere, spezielle Untersuchungen notwendig. Dazu zählen zum Beispiel ein Belastungs-EKG, ein Langzeit-EKG, eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie), eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs und Langzeit-Blutdruckmessungen.
  • Die anschliessende Therapie richtet sich nach der Ursache. Wenn Herzrasen und Herzklopfen harmloser Natur sind, ist in der Regel keine Therapie notwendig!
  • Wenn jedoch eine Erkrankung dahintersteckt, müssen Sie diese behandeln lassen. Herzrhythmusstörungen lassen sich mit sogenannten Antiarrhythmika (Medikamente, die den Rhythmus des Herzschlags beeinflussen) behandeln.
  • Liegt dem Herzklopfen und Herzrasen eine Schilddrüsenüberfunktion zugrunde, sind bestimmte Medikamente wirksam – die sogenannten Thyreostatika.
  • Falls Stress oder psychische Belastung Herzklopfen oder Herzrasen auslösen, können Entspannungsübungen wie zum Beispiel Yoga helfen.
  • Wichtig: Greifen Sie nur dann zu Beruhigungsmitteln, wenn Sie sich mit Ihrem Arzt über diese Möglichkeit ausführlich unterhalten haben!

2. Ursachen

Herzrasen hat oft kurzzeitige, harmlose Ursachen: Aufregung und Angst – zum Beispiel vor einer Prüfung – Freude und Vorfreude oder eine stressige Situation können Herzklopfen hervorrufen. Starkes Herzklopfen und ein spürbar hoher Pulsschlag (Herzrasen, Tachykardie) kann aber auch durch bestimmte Gifte und Genussmittel ausgelöst werden. Dazu zählen beispielsweise übermässiger Genuss von Koffein und Nikotin. Auch bestimmte Medikamente wie Schilddrüsen-Hormone können bei Herzrasen und Herzklopfen die Ursachen sein.

Erkrankungen des Herzens sind bei starkem Herzklopfen und Herzrasen ebenfalls mögliche Ursachen: Bei schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörungen wie dem Vorhofflimmern kommt mit unter Herzrasen vor. Eine koronare Herzkrankheit, Herzklappenerkrankungen oder Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) können solche Pulsunregelmässigkeiten auslösen.

Weitere mögliche Gründe, warum das Herz pocht und klopft, sind sowohl Bluthochdruck (Hypertonie) als auch ein Blutdruckabfall, eine Schilddrüsenüberfunktion, Unterzuckerung und Blutarmut (Anämie).

Auch im Rahmen von Angststörungen tritt häufig Herzrasen auf.

3. Diagnose

Starkes Herzklopfen und häufiges oder langanhaltendes Herzrasen erfordern eine genaue Diagnose durch einen Arzt. Um herauszufinden, ob es sich um harmloses Herzklopfen oder um ernstzunehmende, behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörungen handelt, sind verschiedene Untersuchungen sinnvoll.

Im Rahmen eines sogenannten Anamnese-Gesprächs stellt der Arzt zunächst ein paar Fragen, zum Beispiel wann das Herzklopfen aufgetreten ist und ob es ein bestimmtes auslösendes Ereignis gab oder gibt (beruflicher Stress, familiäre Belastung). Der Arzt fragt nach weiteren Beschwerden, ob Vorerkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit oder Schilddrüsenüberfunktion bestehen und ob Herzrhythmusstörungen bekannt sind. Auch die Frage nach Medikamenten, die ein Patient mit Herzklopfen oder Herzrasen möglicherweise einnimmt, hilft dem Arzt, die exakte Diagnose zu stellen.

An das Gespräch schliessen sich verschiedene Untersuchungen an. Der Arzt nimmt Blut ab, misst Puls, Blutdruck und Temperatur und hört das Herz mit dem Stethoskop ab. Mithilfe eines EKGs kann er den Herzrhythmus sehr genau beurteilen und erhält Hinweise auf verschiedene Herzerkrankungen.

Je nachdem, welche Ursachen der Arzt für das Herzklopfen oder Herzrasen vermutet, sind weitere, spezielle Untersuchungen notwendig. Dazu zählen zum Beispiel ein Belastungs-EKG, ein Langzeit-EKG, eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie), eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs sowie Langzeit-Blutdruckmessungen.

4. Therapie

Wenn Herzrasen und Herzklopfen harmloser Natur sind, ist in der Regel keine Therapie notwendig – sind Erkrankungen als Ursachen bekannt, werden diese behandelt: Herzrhythmusstörungen wie zum Beispiel Vorhofflimmern lassen sich medikamentös mit Antiarrhythmika behandeln. Manchmal ist auch ein Herzschrittmacher notwendig. Liegt dem Herzklopfen und Herzrasen eine Schilddrüsenüberfunktion zugrunde, ist eine medikamentöse Therapie mit sogenannten Thyreostatika wirksam.

Falls Stress oder psychische Belastung Herzklopfen oder Herzrasen auslösen, können Sie sich mit Übungen und Massnahmen zur Stressvermeidung Entspannung verschaffen. Greifen Sie nur dann zu Beruhigungsmitteln, wenn Sie sich mit Ihrem Arzt über diese Möglichkeit ausführlich unterhalten haben. Wenn Sie viel Kaffee trinken und rauchen, sollten Sie versuchen, den Konsum einzuschränken oder ganz zu meiden.