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1. Überblick

Muskelschmerzen (Myalgie) kennt jeder: Die stechenden, krampfhaften und ziehenden Schmerzempfindungen treten meist durch Verspannung, als Muskelkater oder nach Muskelverletzungen auf und sind in der Regel harmlos. Ein Muskelschmerz kann aber auch Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Plötzliche und heftige (d.h. akute) Muskelschmerzen haben – wie alle Schmerzen – eine Warn- und Schutzfunktion. Sobald die auslösenden Reize beseitigt sind, klingt eine akute Myalgie schnell wieder ab. Ständige (chronische) Muskelschmerzen hingegen können ein eigenständiges Krankheitsbild (Schmerzsyndrom) darstellen.

Grundsätzlich kann jeder Muskel im Körper schmerzen.

Am häufigsten treten Muskelschmerzen jedoch in der Schulter, im Rücken und im Nacken auf. Derartige verspannte, schmerzhafte Muskeln (sog. Myogelosen) begleiten viele Menschen in ihrem Alltag: Verbreitete Auslöser von Schulter-Nacken- und Rückenschmerzen sind längeres Autofahren oder Sitzen vor dem Computer. Daneben kommt es im Rahmen verschiedener Infektionskrankheiten zur Myalgie. In seltenen Fällen steckt hinter einer Myalgie auch eine andere Erkrankung, die den Muskel selbst, das Skelett oder das Nervensystem betrifft.

Worin die Behandlung von Muskelschmerzen besteht, hängt von deren Ursache ab. Deswegen besteht bei einer Myalgie der wichtigste Schritt zur Diagnose darin, den ursprünglichen Schmerzauslöser herauszufinden. Anschliessend kann der Arzt entsprechende Therapiemassnahmen einleiten.

Bei den beiden häufigsten Ursachen für Muskelschmerzen – Muskelverletzungen und Muskelverspannungen – ist für eine erfolgreiche Therapie Folgendes besonders wichtig: Muskelverletzungen ausheilen lassen, bevor man den betroffenen Muskel wieder belastet (also z.B. eine ausreichend lange Trainingspause einlegen) und gegen Muskelverspannungen frühzeitig etwas unternehmen, weil sie sonst chronisch verlaufen können, aber im Anfangsstadium gut zu behandeln sind.

Auch vorbeugend kann jeder selbst viel gegen eine Myalgie tun: So gilt ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und Entspannung sowie mit einer ausgewogenen Ernährung als hilfreiches Mittel gegen Muskelschmerzen.

 

Wissenswertes

  • Muskelschmerzen können ziehend, stechend, brennend, dumpf oder drückend sein.
  • Muskelschmerzen können an einer bestimmten Stelle im Körper, also lokal, vorkommen oder diffus in ganzen Körperbereichen.
  • Muskelschmerzen treten meist als Folge von Muskelverspannungen, Muskelverletzungen, Muskelkrämpfen oder Muskelkater auf.
  • Muskelschmerzen sind in der Regel harmlos.
  • Muskelschmerzen können aber auch Anzeichen für eine Erkrankung sein.
  • Der Fachbegriff für Muskelschmerzen lautet Myalgie.
  • Im Prinzip können Muskelschmerzen in jedem Muskel im Körper auftreten.
  • Plötzliche und heftige (akute) Muskelschmerzen (wie z.B. bei Muskelzerrungen oder Wadenkrämpfen) haben – wie alle Schmerzen – eine Warn- und Schutzfunktion. Sobald die Auslöser beseitigt sind, lassen akute Muskelschmerzen schnell wieder nach.
  • Dauern Muskelschmerzen länger als sechs Monate an, spricht man von chronischen Muskelschmerzen.
  • Chronische Muskelschmerzen können ein eigenständiges Krankheitsbild (Schmerzsyndrom) sein.
  • Am häufigsten treten Muskelschmerzen in der Schulter, im Rücken oder im Nacken auf. 
  • Typische Auslöser für Schulter-, Rücken- oder Nackenschmerzen sind z.B. längeres Autofahren oder Arbeiten am Computer
  • Muskelschmerzen können aber auch Begleiterscheinung einer Infektion sein, wie z.B. Gliederschmerzen im Rahmen einer Erkältung.
  • Ebenso können Muskelschmerzen als sogenannte «unerwünschte Nebenwirkung» von Medikamenten auftreten, so etwa bei bestimmten Cholesterinhemmern (Statinen).
  • Nur in seltenen Fällen stecken hinter den Muskelschmerzen Erkrankungen, die den Muskel selbst, das Skelett oder das Nervensystem betreffen.
  • Wie man Muskelschmerzen behandelt, hängt von deren Ursache ab. 
  • Muskelverletzungen sollte man ausheilen lassen, bevor man den betroffenen Muskel wieder belastet (also z.B. eine ausreichend lange Trainingspause einlegen). 
  • Muskelverspannungen sind im Anfangsstadium gut zu behandeln. Deswegen sollte man frühzeitig etwas unternehmen, damit sie keinen chronischen Verlauf nehmen.
  • Ganz allgemein können ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und Entspannung sowie eine ausgewogene Ernährung Muskelschmerzen oft schon vorbeugen.
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Mit am häufigsten treten Muskelschmerzen im Nacken auf.

2. Definition

Muskelschmerzen oder Myalgien sind stechende, krampfhafte und ziehende Schmerzempfindungen in der Muskulatur: Der Begriff Myalgie setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern myos (= Muskel) und algos (= Schmerz). Muskelschmerzen können ausgebreitet (d.h. diffus) auftreten oder auf eine bestimmte Stelle des Körpers (d.h. lokal) begrenzt sein. Grundsätzlich kann jeder der über 600 Muskeln im Körper wehtun.

Für den Körper sind nicht nur Muskelschmerzen, sondern alle Schmerzen ein wichtiges Signal. Verschiedene Reize können Schmerz auslösen: beispielsweise Wärme oder Kälte (thermisch), Druck oder Stoss (mechanisch) sowie elektrische und chemische Einwirkungen. Für die Übermittlung dieser Reizempfindungen sind sogenannte Schmerzrezeptoren verantwortlich: Dies sind freie Nervenendungen, die sowohl oberflächlich in der Haut als auch in der Tiefe liegen – in Muskeln, Sehnen und Bändern sowie in den einzelnen Organen.

Wenn die Schmerzrezeptoren einen Schmerzreiz an das zentrale Nervensystem (= Gehirn und Rückenmark) übermitteln, erreicht dieser das zentrale Nervensystem als zunächst wertfreies Signal. Dort verarbeitet das zentrale Nervensystem den Reiz zu einer unangenehmen Empfindung mit einem bestimmten Ziel: Der Körper soll eine Folgereaktion auslösen, um den Schmerz zu vermeiden.

In der Regel sind Muskelschmerzen harmlos. Auslöser sind zumeist Muskelverspannungen (z.B. durch Fehlhaltungen oder Bewegungsmangel) oder Muskelverletzungen (wie Zerrung, Prellung oder Muskelkater durch Sport). Daneben kann eine Myalgie als Symptom verschiedener Infektionskrankheiten auftreten. In seltenen Fällen sind Krankheiten des Skeletts, Gelenkverschleiss (Arthrose), Muskelkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems für die Schmerzen in den Muskeln verantwortlich.

Häufigkeit

Muskelschmerzen (Myalgie) treten mit grösster Häufigkeit im Bereich von Schulter und Nacken sowie im Rücken auf. In der Schweiz leiden 80 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal pro Jahr unter Rückenschmerzen.

3. Ursachen

Muskelschmerzen (Myalgie) können viele verschiedene Ursachen haben. Häufige Gründe für stechende, krampfhafte und ziehende Muskelempfindungen sind Muskelverspannungen (Myogelosen) und Muskelverletzungen. Seltenere Auslöser von Muskelschmerzen sind Krankheiten des Skeletts, Gelenkverschleiss (Arthrose), Muskelkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems.

Muskelverspannung (Myogelose)

Muskelschmerzen (Myalgie) haben ihre Ursachen oft in einer Muskelverspannung (Myogelose): Hierbei ist der Spannungszustand (Tonus) im Muskel erhöht – dadurch ist der Muskel verkürzt und fühlt sich hart an. Diesen Zustand bezeichnet man auch als Muskelhartspann.

Die von Muskelverspannungen betroffenen Muskeln beziehungsweise Muskelgruppen sind als schmerzhafte Knötchen oder Wulst zu tasten und lassen sich nicht vollständig wegmassieren. Häufig liegen Muskelschmerzen durch Muskelverspannung folgende Ursachen zugrunde:

  • Stress
  • Fehlhaltungen und Bewegungsmangel: Durch zu viel und falsches Sitzen vor dem Computer oder im Auto und zu wenig Bewegung können sich Muskeln verspannen und dauerhafte Fehlhaltungen entstehen. Vor allem im Rücken (Rückenschmerz) und im Schulter-Nacken-Bereich machen sich Spannungsschmerzen gerne bemerkbar.
  • Falsche Bewegungen
  • Zu schwache Muskulatur und ein Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Muskelgruppen (z.B. zwischen Bauch- und Rückenmuskulatur). Dies führt zu Fehlhaltungen und Fehlbelastungen (v.a. der Wirbelsäule).
  • Muskelverletzungen (Muskelzerrung, Muskelfaserriss, Muskelriss)
  • Ungenügendes Auf- und Abwärmen beim Sport

Auf Dauer kann eine Muskelverspannung nicht nur Muskelschmerzen auslösen, sondern auch die Ursache für hartnäckige Kopfschmerzen und ein Schulter-Arm-Syndrom sein.

Muskelverletzungen

Muskelschmerzen (Myalgie) liegen als Ursachen häufig auch Muskelverletzungen zugrunde. Eine Muskelverletzung kann in folgenden Formen auftreten:

  • Prellungen (Kontusion)
    Eine Muskelprellung entsteht durch Einwirkung von aussen – zum Beispiel durch einen Schlag oder Stoss auf den Muskel. Bekanntes Beispiel ist der sogenannte «Pferdekuss», wie ihn viele Fussballer und Handballer kennen. In der Regel bildet sich an der verletzten Stelle ein Bluterguss (Hämatom). Eine Muskelprellung äussert sich in den meisten Fällen durch sehr starke Muskelschmerzen. Allerdings ist die Verletzung nicht schlimm und heilt in der Regel ohne Komplikationen.
  • Muskelzerrungen
    Die Ursache für eine Muskelzerrung ist meist eine Überdehnung des entsprechenden Muskels. Dies führt allerdings noch nicht zu einem Riss einer oder mehrerer Muskelfasern, aus denen ein Muskel besteht. Ursachen für Zerrungen sind häufig ruckartige Bewegungen, vor allem aus ungewohnten Körperpositionen heraus. Besonders bei Sportarten, die kurze Start- und Stoppbewegungen erfordern, kommt es häufig zu Muskelschmerzen durch Zerrungen, zum Beispiel im Oberschenkel. Beispiele sind Badminton, Fussball oder Tennis. Die Zerrung löst einen kurzen, krampfartigen und starken Muskelschmerz aus. Wer eine stärkere Zerrung hat, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann das Ausmass der Verletzung feststellen und entsprechende Behandlungen verordnen, zum Beispiel Wärmetherapie oder Krankengymnastik.
  • Muskelfaserrisse und Muskelrisse
    Bei einem Muskelfaserriss kommt es zum Riss einer oder mehrerer Muskelfasern. Bei einem Muskelriss reisst ein ganzer Muskel auseinander. Muskelfaserrisse und Muskelrisse verursachen sehr starke Muskelschmerzen. Es ist ratsam, sie von einem Arzt behandeln zu lassen.

Muskelkater

Muskelschmerzen (Myalgie) in Form von Muskelkater haben als Ursachen kleinste Verletzungen (Mikroverletzungen) in den Muskelfasern. Diese entstehen durch Überanstrengungen zum Beispiel beim Sport. Die Schmerzen in den Muskeln klingen in der Regel nach ein paar Tagen ab und hinterlassen keine bleibenden Schäden.

Meistens tritt Muskelkater auf, wenn jemand nach einer langen Trainingspause wieder eine sportliche Betätigung oder eine ungewohnte körperliche Belastung ausübt. Aber auch gut trainierte Sportler können die harmlosen Muskelschmerzen nach dem Sport verspüren: Als Ursachen kommen zum Beispiel neue Bewegungsmuster wie eine neue Turnübung infrage.

Muskelkrämpfe

Muskelschmerzen (Myalgie) entstehen häufig auch durch Muskelkrämpfe. Bei einem Muskelkrampf tritt der Muskelschmerz sehr heftig und schlagartig auf. Ursache kann ein Magnesiummangel sein. Zu einem Magnesiummangel kommt es oft durch starke körperliche Belastung – zum Beispiel beim Sport –, denn: Durch das Schwitzen verliert der Körper Magnesium. Bei häufigeren Muskelkrämpfen können andere Erkrankungen als Ursachen für die Krämpfe infrage kommen, beispielsweise Lebererkrankungen.

Krankheiten als Ursachen

Vergleichsweise seltener liegen Muskelschmerzen (Myalgie) Krankheiten als Ursachen zugrunde, die den Muskel selbst betreffen. Dazu gehören zum Beispiel die Muskelentzündung (Myositis) und nicht-entzündliche Erkrankungen der Muskulatur.

Zu den Muskelentzündungen, die mit starken Muskelschmerzen einhergehen können, gehören zum Beispiel:

  • Durch Viren (z.B. Coxsackie-B-Virus), Bakterien (z.B. Borrelien) oder Parasiten (z.B. Trichinen) hervorgerufene Muskelentzündungen,
  • durch das eigenen Immunsystem verursachte (immunogene) entzündliche Erkrankungen der Muskeln wie die Dermatomyositis (eine Muskelentzündung, bei der die Haut mitbeteiligt ist) oder die Polymyalgia rheumatica (eine entzündlich-rheumatische Muskelerkrankung)
  • durch Vaskulitiden verursachte Muskelentzündung.

Nicht-entzündliche Erkrankungen der Muskulatur, die Muskelschmerzen auslösen können, umfassen:

  • Fibromyalgie (dies ist die häufigste Form von Muskelschmerzen der gesamten Muskulatur),
  • Muskeldystrophie (v.a. vom Typ Duchenne und Becker-Kiener),
  • stoffwechselbedingte Muskelerkrankungen (z.B. bei Störungen des Kohlehydratstoffwechsels oder des Purinstoffwechsels),
  • hormonell (z.B. durch eine Schilddrüsenunterfunktion oder Nebenschilddrüsenunterfunktion) bedingte Muskelerkrankungen.

Auch Erkrankungen, die nicht direkt die Muskeln selbst betreffen, können Ursachen für Muskelschmerzen sein. So sind bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems (= Gehirn und Rückenmark) Muskelschmerzen nicht selten: Als Ursachen für schmerzende Muskeln kommen beispielsweise das Parkinson-Syndrom, die amyotrophe Lateralsklerose oder das Post-Polio-Syndrom infrage. Des Weiteren können Krankheiten, die das Skelett oder anderer Organe betreffen, Auslöser von Muskelschmerzen sein. In solchen Fällen liegt die eigentliche Schmerzursache allerdings im Organ selbst. Die Betroffenen deuten die Schmerzen fälschlicherweise als Muskelschmerzen oder entwickeln Muskelverspannungen, die sie als Muskelschmerzen wahrnehmen. Beispiele hierzu sind:

  • Rückenschmerzen durch Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss
  • Schäden in der Halswirbelsäule (z.B. Halswirbelsäulen-Syndrom)
  • Osteoporose (Knochenschwund) und Gelenkverschleiss (Arthrose)
  • Morbus Bechterew (eine entzündlich-rheumatische Erkrankung v.a. der Wirbelsäule und Gelenke)

Giftstoffe und Medikamente

Für Muskelschmerzen (Myalgie) kommen als Ursachen auch verschiedene Giftstoffe (Toxine) und Medikamente infrage: Zum einen können beispielsweise Alkohol und Heroin eine mit dem Absterben von Gewebe einhergehende Muskelerkrankung mit Muskelschmerzen auslösen. Zum anderen verursachen viele Arzneimittel mehr oder weniger starke Muskelschmerzen als unerwünschte Nebenwirkungen. So können beispielsweise:

  • Statine neben Muskelschmerzen auch Muskelkrämpfe und eine Muskelschwäche herbeiführen,
  • ACTH, Chinidin, Danazol oder Levodopa schmerzhafte Muskelkrämpfe verursachen,
  • Cimetidin schwere Muskelschmerzen auslösen oder
  • Penicillin und D-Penicillamin zu einer entzündlichen Muskelerkrankung führen.

4. Symptome

Bei Muskelschmerzen (Myalgie) können die Symptome örtlich begrenzt sein oder ausgebreitet (bzw. diffus) auftreten. Auch die Art des Schmerzes ist unterschiedlich: Muskelschmerzen können ziehend oder stechend, brennend, dumpf oder drückend sein.

Ausserdem verlaufen Muskelschmerzen verschieden: Eine Myalgie kann sich plötzlich und heftig (d.h. akut) entwickeln – zum Beispiel, wenn Wadenkrämpfe oder Muskelzerrungen für die Muskelschmerzen verantwortlich sind. Die Symptome können aber auch dauerhaft (d.h. chronisch) bestehen, wie es bei lang anhaltenden Muskelverspannungen der Fall ist.

  • Akute Muskelschmerzen haben wie alle Schmerzen in ihrer begrenzten Dauer eine Warn- und Schutzfunktion. Sobald die auslösenden Reize beseitigt sind, klingen sie schnell wieder ab.
  • Chronische Muskelschmerzen liegen vor, wenn die Symptome über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten bestehen. Eine chronische Myalgie kann ein eigenständiges Krankheitsbild (sog. Schmerzsyndrom) darstellen.

Mit einer Myalgie sind meist weitere Symptome verbunden: Sehr häufig treten Schmerzen in der Muskulatur zusammen mit einer Muskelverspannung (Muskelhartspann) auf. Weitere mögliche Anzeichen für Muskelschmerzen sind eine Schonhaltung und eine schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit.

5. Diagnose

Bei Muskelschmerzen (Myalgie) gelingt die Diagnose in vielen Fällen bereits anhand der Krankengeschichte und der geschilderten Symptome der Betroffenen (Anamnese). Um die Verdachtsdiagnose zu bestätigen beziehungsweise der Ursache für den Muskelschmerz genauer auf den Grund zu gehen, sind unter Umständen weitere Untersuchungen nötig – zum Beispiel Ultraschall oder Röntgen.

Krankengeschichte (Anamnese)

Bei Muskelschmerzen (Myalgie) besteht der erste Schritt zur Diagnose in der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese): Hierbei fragt der Arzt nach Art, Ort und Ausmass der Muskelschmerzen. Diese Angaben können bereits wesentliche Hinweise auf die Ursachen der Muskelschmerzen liefern. Vor allem der Verlauf der Schmerzen ist für die Diagnose wichtig:

  • Treten die Schmerzen beispielsweise plötzlich auf, wie es häufig bei Muskelverletzungen oder Krämpfen der Fall ist?
  • Hat sich ein Bluterguss (Hämatom) gebildet (z.B. eine mögliche Folge bei Prellungen)?
  • Verschwinden die Muskelschmerzen bald wieder oder bleiben sie hartnäckig bestehen (wie bei einem Bandscheibenvorfall)?
  • Wann sind die Muskelschmerzen heftiger zu spüren, in Ruhe oder bei Belastung, tags oder nachts?

Da mehr oder weniger starke Muskelschmerzen als unerwünschte Nebenwirkung vieler Arzneimittel auftreten, ist es für die Diagnose ausserdem wichtig, die Krankengeschichte mit den Angaben zu eingenommenen Medikamenten zu vervollständigen.

Untersuchungen

Nachdem die Anamnese zu den Muskelschmerzen (Myalgie) abgeschlossen ist, folgen zur weiteren Diagnose verschiedene Untersuchungen: Ihr Zweck besteht darin, die Schmerzen zu beurteilen. Dabei ist zu beachten, dass Muskelschmerzen in seltenen Fällen ein Hinweis auf Erkrankungen der Muskeln sein können: Bei einer Muskelentzündung (Myositis) ist der Muskelschmerz meist ausgebreitet, grossflächig und betrifft mehrere Muskelgruppen. Auch lilarötliche Hautverfärbungen im Gesicht deuten auf eine Muskelentzündung hin, bei der die Haut mitbeteiligt ist (sog. Dermatomyositis). Reissende nächtliche Muskelschmerzen im Bereich von Hüfte, Nacken und Schulter finden sich beispielsweise bei der Polymyalgia rheumatica, einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung der Muskeln).

Auch Begleitbeschwerden können bei Muskelschmerzen wichtig für die Diagnose sein. Schmerzhafte Druckpunkte an Sehnenansätzen, Müdigkeit und Schlafstörungen sind zum Beispiel die typischen Anzeichen für eine nicht-entzündliche Erkrankung des Muskels (Fibromyalgie) mit Muskelschmerzen.

In einigen Fällen stecken auch Krankheiten hinter den Muskelschmerzen, die das Skelett, das Nervensystem oder andere Organe betreffen. Nächtliche Missempfindungen kommen beispielsweise bei Osteoporose (Knochenschwund) und Morbus Bechterew vor (einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, die v.a. Wirbelsäule und Gelenke betrifft).

Weitere mögliche Auslöser für Muskelschmerzen sind Alkohol- und Drogenmissbrauch, weshalb der Arzt bei der Diagnose auch auf Anzeichen hierfür achtet.

Um die verschiedenen Gründe für Muskelschmerzen bei der Diagnose abzuklären, können folgende Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen:

  • Körperliche Untersuchung
  • Blutuntersuchung
    So liefern beispielsweise Differenzialblutbild, Blutsenkungsgeschwindigkeit und CRP-Werte Hinweise auf mögliche Infekte oder autoimmune Ursachen, während bestimmte Leberwerte auf chronischen Alkoholmissbrauch hindeuten können.
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
    Diese bildgebende Untersuchung kann beispielsweise bei Verdacht auf eine Muskelentzündung (Myositis) zur Diagnose hilfreich sein.
  • Schnittbildverfahren wie die Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT)
     Diese bildgebenden Verfahren sind bei sehr grossen oder tief liegenden Muskeln besser geeignet als Ultraschall (v.a. wenn die Betroffenen stark übergewichtig sind); ein MRT kann bei Verdacht auf entzündliche Muskelerkrankung zur Diagnose beitragen.
  • Elektrophysiologische Untersuchung (Elektromyographie)
    Ein Elektromyogramm kann beispielsweise Hinweise auf entzündliche oder degenerative Muskelerkrankungen oder auf durch das Nervensystem bedingte Muskelschädigungen liefern.
  • Muskelbiopsien (Gewebeproben aus den Muskeln)
    Eine Muskelbiopsie erfolgt meist als letzter Schritt zur Diagnose – und auch nur dann, wenn deutliche Hinweise auf eine Muskelerkrankung vorliegen.

6. Therapie

Bei Muskelschmerzen (Myalgie) hängt die Therapie von der Ursache für die Beschwerden ab. Deswegen ist es ratsam, die möglichen Auslöser von einem Arzt abklären zu lassen. Er kann eine genaue Diagnose stellen und entsprechende Therapiemassnahmen einleiten.

Lassen sich die Muskelschmerzen nicht auf eine der häufigsten Ursachen (wie Muskelverspannung oder Muskelverletzung) zurückführen, sondern ist eine Erkrankung für die Schmerzen verantwortlich, zielt die Behandlung in der Regel auf die Heilung der zugrunde liegenden Krankheit ab.

Ist die Myalgie eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente (z.B. Statine gegen zu hohe Blutfettwerte oder das Antibiotikum Penicillin), sind diese unter Umständen nach Rücksprache mit dem Arzt abzusetzen. Wenn Sie die für Ihre Schmerzen verantwortlichen Präparate nicht mehr nehmen, ist die Chance hoch, dass die durch sie entstandenen Schäden zurückgehen – und die Myalgie verschwinden.

Medikamente

Gegen die Muskelschmerzen (Myalgie) selbst – also als symptomatische Therapie – können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen: Geeignet sind Schmerzmittel wie zum Beispiel nichtsteroidale Antirheumatika.

Akute Muskelschmerzen

Gegen akute Muskelschmerzen (Myalgie), wie sie zum Beispiel bei Muskelverletzungen auftreten, hilft eine sofortige Therapie durch Kälteanwendungen: Wickeln Sie hierzu einen Eisbeutel in ein Tuch und legen sie ihn auf die betroffene Stelle.

Wenn Sie akute Muskelschmerzen haben, sind zur Therapie ausserdem Ruhe und Schonung wichtig: Geben Sie Muskelverletzungen ausreichend Zeit zur Heilung! Wer einen verletzten Muskel zu früh wieder belastet, riskiert dessen erneute Verletzung mit Myalgie. Zusätzliche Vernarbungen und – in schweren Fällen – Verknöcherungen (Myositis ossificans) des Muskelgewebes können die Folge sein und den Heilungsprozess verlängern sowie die Beweglichkeit des Muskels erheblich einschränken.

Treten beim Sport akute Muskelschmerzen auf, ist es zur Therapie also ratsam, die sportliche Tätigkeit sofort zu unterbrechen. Setzen Sie bei einem Muskelkater das Training ein bis zwei Tage aus und steigern Sie es erst dann langsam wieder, wenn Sie schmerzfrei sind. Bei einer Muskelzerrung ist das nach zwei bis vier Wochen, bei Muskelrissen erst nach zwölf Wochen möglich.

Chronische Muskelschmerzen

Gegen chronische Muskelschmerzen, die zum Beispiel durch Muskelverspannungen entstehen, hilft zur Therapie Wärme.

Empfehlenswert sind:

  • Bäder mit Kräuterzusätzen
  • Sauna (allerdings ist es bei Herz-Kreislauf-Beschwerden, einer Überfunktion der Schilddrüse oder akuten Infektionen besser, dies vorher mit Ihrem Hausarzt abzuklären oder auf Saunagänge zur Behandlung von Muskelschmerzen zu verzichten)
  • warme Güsse (etwa 10 bis 15 Minuten lang mit einem harten Wasserstrahl auf die Hauptschmerzpunkte zielen)
  • Wärmepackungen (Fango, Paraffin und Moorschlamm)
  • feuchtwarme Kompressen, Heizkissen und Wärmestrahler
  • Wärmeumschläge
  • Wärmepflaster (enthalten z.B. den Wirkstoff Capsaicin, der die Haut reizt, die Durchblutung anregt und hierüber die Therapie von Muskelschmerzen fördert)

Neben der Wärmebehandlung können auch andere Verfahren helfen, ständige Muskelschmerzen zu lindern. Hierzu zählen:

  • Akupunktur und Akupressur
  • Elektrotherapie (Therapie durch Strom)
  • Neuraltherapie (Quaddeln)
  • Krankengymnastik
  • Rückentraining (v.a. bei Rückenschmerzen und Kreuzschmerzen)
  • Entspannungstraining (z.B. progressive Muskelrelaxation, autogenes Training)

Steckt hinter Ihren chronischen Muskelschmerzen ein Schulter-Nacken-Syndrom, hilft zur Behandlung ein stetiges Training der Halsmuskulatur, das auch am Arbeitsplatz jederzeit möglich ist. Wichtig sind dabei Lockerungsübungen, bei denen Sie zum Beispiel den Hals aktiv dehnen und strecken. Allgemein ist es empfehlenswert, die Ursachen für eine innere Anspannung selbst herauszufinden, und daraus Konsequenzen zu ziehen (z.B. für eine veränderte Sitzhaltung am Arbeitsplatz sorgen). Nackenmuskeln können Sie auch gut selbst massieren, am besten mit etwas Öl.

Bei chronischen Muskelschmerzen im Rücken und im Kreuz entspricht die empfehlenswerte Therapie im Wesentlichen den Massnahmen bei Schulter-Nacken-Schmerzen. Als Erstmassnahme beim Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall kann schon die ruhige Rückenlage mit hoch gelegten Beinen die Rückenschmerzen und Kreuzschmerzen ein wenig lindern.

Regelmässiges Rückentraining und Sport sind langfristige Massnahmen zur Behandlung von Rücken- und Kreuzschmerzen. Doch nicht alle Sportarten sind für Menschen, die ständig Muskelschmerzen im Rückenbereich haben, empfehlenswert – vor allem wenn sie dabei schnelle, reissende Beugung mit Drehung kombinieren. Dazu zählen Tennis, Golf, Reitsport, Ballspiele und Aerobic.

Rückenfreundlichere Sportarten sind:

  • Laufen und Walking auf weichem Boden mit professionellem Schuhwerk
  • Rücken- und Kraulschwimmen
  • Radfahren
  • Bogenschiessen

Ständige Rückenschmerzen sind häufig auch stressbedingt: Stress äussert sich oft indirekt als Rückenverspannung, die zu Muskelschmerzen führen. Zur Therapie sollten Sie sich regelmässig an der frischen Luft bewegen. Dies fördert die Durchblutung sowie einen guten Schlaf und somit Ihr Wohlbefinden. Allgemein steigert auch eine ausgewogene Ernährung das Wohlbefinden. Wenn Ihre Muskelschmerzen psychisch bedingt sind, eignen sich zur Therapie zusätzlich Verfahren wie autogenes Training oder Yoga. Ist Übergewicht für Ihre ständigen Muskelschmerzen im Rückenbereich verantwortlich, sind Sport und eine gesunde Ernährung beziehungsweise eine Diät ebenfalls hilfreich.

7. Verlauf

Bei Muskelschmerzen (Myalgie) kann der Verlauf grundsätzlich akut oder chronisch sein. Wie ein Muskelschmerz im Einzelfall verläuft, hängt von seiner Ursache ab.

In den meisten Fällen sind Muskelschmerzen die Folge von Verspannungen oder Muskelverletzungen und nehmen einen harmlosen Verlauf: Leichte Muskelverletzungen wie Muskelkater oder Muskelzerrungen heilen in der Regel ohne Komplikationen wieder aus. Das gilt in der Regel auch für Muskelfaserrisse, wenn man die entsprechende Muskulatur ausreichend schont und behandelt (z.B. mit Wärme). Bei Muskelverspannungen ist es ratsam, frühzeitig etwas dagegen zu unternehmen: Im Anfangsstadium kann man die Verspannungen gut behandeln und so einen möglichen chronischen Verlauf abwenden.

Wer allerdings bei Muskelschmerzen durch Muskelverletzungen seinen Muskeln nicht genug Zeit zur Heilung gibt, riskiert Komplikationen: Ein verfrühter Einstieg ins Training kann zu erneuten Verletzungen des entsprechenden Muskels führen. Dies verzögert zum einen den Verlauf der Heilung und kann zum anderen eine erheblich eingeschränkte Beweglichkeit des Muskels zur Folge haben.

Wenn eine Erkrankung (z.B. der Muskulatur selbst oder auch des Nervensystems, des Skeletts oder anderer Organe) hinter den Muskelschmerzen steckt, sind Verlauf und Prognose vor allem von den Heilungsaussichten der jeweiligen Erkrankung abhängig.

8. Vorbeugen

Muskelschmerzen (Myalgie) können Sie nur bedingt vorbeugen: Wirksame Massnahmen zur Vorbeugung von Muskelschmerzen bestehen vor allem darin, Muskelverletzungen und Muskelverspannungen zu vermeiden, die zu den häufigsten Auslösern für Muskelschmerzen zählen.

Muskelverspannungen

Muskelverspannungen entstehen in der Regel durch Bewegungsmangel, zu viel Stress und Überbelastung. Dementsprechend lauten die Tipps zum Vorbeugen von Muskelschmerzen (Myalgie) durch Muskelverspannungen:

  • Bewegen Sie sich regelmässig: Vor allem Laufen, Walking oder Schwimmen wirken entspannend auf die Muskulatur.
  • Ernähren Sie sich gesund.
  • Entspannen Sie ausreichend: Techniken wie autogenes Training oder Yoga sind dafür sehr empfehlenswert.
  • Vermeiden Sie Übergewicht.

Muskelschmerzen durch Muskelverspannungen im Schulter-Nacken-Bereich können Sie durch eine Haltungskorrektur und durch Sport (z.B. Kraul- und Rückenschwimmen) auf einfache Weise vorbeugen. Gymnastik ist als vorbeugende Massnahme ebenfalls wichtig, wobei Sie allerdings den Kopf nicht kreisen und den Hals nicht stark rückwärts neigen sollten. Die Halswirbelsäule darf auch beim Schwimmen nicht zu sehr überstreckt sein.

Die Haltungskorrektur zum Vorbeugen von Muskelschmerzen durch Muskelverspannungen bezieht sich vor allem auf das Sitzen und Schlafen.

  • Für einen gesunden Schlaf eignet sich am besten die entspannte Rückenlage. Bei der Seitenlage sollten Sie den Kopf auf ein dickes und festes Kissen legen.
  • Achten Sie bei längerem Sitzen am Arbeitsplatz auf eine niedrige Rückenlehne, feste Sitzfläche und auf einen Hüft- und Kniewinkel, der mehr als 90 Grad entspricht. Aktives Sitzen ist gefragt: Muskelschmerzen sind häufig vermeidbar, wenn Sie öfters die Sitzposition ändern, abwechselnd gehen und sitzen und sich zwischendurch mit Gymnastik fit halten.

Wenn Sie Ihrem Rücken Gutes tun möchten, sorgen Sie für regelmässiges Rückentraining. Muskelschmerzen durch Muskelverspannungen im Rückenbereich können auch stressbedingt sein (z.B. durch Mobbing am Arbeitsplatz, Angst vor dem Arbeitsplatzverlust, aggressiven Strassenverkehr am Morgen oder schlichtweg private wie berufliche Überforderung). Daher beugen alle Massnahmen, die das Wohlbefinden steigern, Rückenschmerzen vor. So etwa regelmässige Bewegung an der frischen Luft und Techniken zur Konfliktbewältigung wie autogenes Training oder Yoga.

Muskelverletzungen

Wenn Sie Muskelschmerzen (Myalgie) durch Muskelverletzungen vorbeugen möchten, ist ein gutes und intensives Aufwärmprogramm vor dem Sport empfehlenswert. Dehn- und Streckübungen und langsames Laufen bereiten den Muskel auf die kommende "Arbeit" vor – sie sorgen dafür, das der Muskel elastischer ist und Nährstoffe erhält, und geben ihm so quasi Zeit, erst einmal wach zu werden. So ist er später auf schnelle Start- und Stoppbewegungen besser vorbereitet, bei denen es sonst oft zu Muskelverletzungen (wie Muskelzerrungen, Muskelfaserrisse oder Muskelrisse) kommt.

Den Muskelschmerzen in Form von Muskelkater, der durch kleinste Verletzungen (sog. Mikroverletzungen) in den Muskelfasern entsteht, können Sie vorbeugen, indem Sie nach einer längeren Pause ihre Belastung angemessen dosieren – also nicht gleich wieder voll ins Training einsteigen. Das Gleiche gilt auch für Bewegungen, die Sie vorher noch nie ausgeübt haben, zum Beispiel Bogenschiessen, Turnen oder Übungsformen beim Krafttraining. Hier gilt: Weniger ist mehr, um eine Myalgie zu vermeiden.

Muskelkrämpfe

Muskelschmerzen (Myalgie) durch Muskelkrämpfe können Sie am besten vorbeugen, indem Sie sich ausreichend mit Magnesium versorgen: Das erreichen Sie über eine ausgewogene Ernährung. Besonders Getreideprodukte wie Kartoffeln oder Vollkorn, aber auch Obst (z.B. Bananen) enthalten viel Magnesium. Wenn trotz einer ausgewogenen Ernährung häufiger Muskelkrämpfe (v.a. Muskelschmerzen in der Wade durch Wadenkrämpfe) auftreten, ist es ratsam, sich vom Arzt untersuchen zu lassen. In seltenen Fällen können Störungen in den Organen verantwortlich für einen Magnesiummangel sein.

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