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Penisveränderungen

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1. Definition

Definition

Penisveränderungen bezeichnen Veränderungen unterschiedlichster Art am männlichen Glied, dem Penis. Sie können zahlreiche unterschiedliche Ursachen haben, treten jedoch häufig infolge einer Erkrankung auf. Der Penis bildet gemeinsam mit dem Hodensack die äusseren männlichen Geschlechtsorgane. Er dient dem Geschlechtsverkehr und der Fortpflanzung sowie der Ausscheidung von Urin.

Der Penis besteht aus dem Penisschaft, der Eichel, einer Vorhaut, Schwellkörpern, Muskeln, Bändern, Nerven, Blutgefässen und einigen weiteren Strukturen. Veränderungen am Penis betreffen häufig die Haut und Vorhaut, zum Beispiel in Form von Genitalwarzen. Durch Verletzungen oder angeborene Fehlbildungen kann es zu einer Penisverkrümmung oder zum Penisbruch kommen.

Eine häufige Veränderung am Penis ist die sogenannte Vorhautverengung (Phimose). Dabei ist der äussere Vorhautring derart eng, dass sich die Vorhaut nicht oder nur schwer über die Eichel zurückziehen lässt. Ist die Vorhaut entzündet, spricht man von einer Vorhautentzündung (Posthitis). Die Entzündung der Eichel nennt man Balanitis.

Bei sämtlichen Veränderungen am Penis, zum Beispiel einer neu aufgetretenen Hautveränderung, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Ein Facharzt für Urologie (Urologe) oder für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologe und Venerologe) wird sich die Veränderung anschauen, einige Fragen stellen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen vornehmen, um die Ursache der Penisveränderung festzustellen.

Die Behandlung von Penisveränderungen richtet sich nach der entsprechenden Ursache und reicht beispielsweise bei Genitalwarzen von Salben und Tinkturen, die auf die Hautstellen aufgetragen werden, über kryo- («Vereisung»), elektro- und lasertherapeutische Abtragung bis hin zur operativen Entfernung der Warzen. Bei bakteriellen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis (Lues) verschreibt der Arzt meist Antibiotika. Bei einer Vorhautverengung ist in manchen Fällen auch eine Operation notwendig.

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2. Ursachen

Penisveränderungen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Häufige Penisveränderungen betreffen die Haut und Vorhaut. Dazu zählen vor allem Genitalwarzen wie die durch das humane Papilloma Virus (HPV) verursachten Feigwarzen (Condylomata acuminata). Sexuell übertragbare Krankheiten, die zu Penisveränderungen führen, sind unter anderem:

  • Herpes genitalis mit typischer Bläschenbildung am Penis,
  • der weiche Schanker (Ulcus molle) sowie
  • die Syphilis (Lues), die einen sogenannten harten Schanker (Ulcus durum) verursacht.
  • Auch schwarzer Hautkrebs (Melanom) kann am Penis auftreten.

Eine häufige Veränderung am Penis ist die Vorhautverengung (Phimose). Dabei ist der äussere Vorhautring derart eng, dass die Vorhaut nicht oder nur schwer über die Eichel zurückgezogen werden kann. Für Penisveränderungen können ausserdem Entzündungen als Ursachen infrage kommen. Ist die Vorhaut entzündet, spricht man von einer Vorhautentzündung (Posthitis). Die Entzündung der Eichel nennt man Balanitis.

Eine Penisverkrümmung kann angeboren oder zum Beispiel durch einen Penisbruch (Penisfraktur) entstehen. Der Peniskrebs (Peniskarzinom) ist ein seltener bösartiger Tumor, der vor allem im höheren Lebensalter vorkommt.

3. Diagnose

Penisveränderungen erfordern eine genaue Diagnose vom Facharzt. Bei sämtlichen Veränderungen am Penis, zum Beispiel einer neu aufgetretenen Hautveränderung, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Ein Facharzt für Urologie (Urologe) oder für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologe und Venerologe) schaut sich die Veränderung an und stellt einige Fragen, zum Beispiel seit wann die Veränderung besteht oder wann sie bemerkt wurde. Auch eine Penisverkrümmung oder eine Vorhautverengung untersucht der Arzt genau.

Je nach Befund sind weitere Untersuchungen der Penisveränderungen notwendig, um die Diagnose zu sichern. Dazu gehören zum Beispiel ein Abstrich von der Hautveränderung mit anschliessender Untersuchung auf Krankheitserreger, eine Blutentnahme, Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen (z.B. bei einem Penisbruch oder einer Penisverkrümmung) oder auch eine Kernspintomographie (MRT) des Penis.

4. Therapie

Um bei Penisveränderungen die passende Therapie zu finden, ist es wichtig, die genaue Diagnose zu stellen. Die Behandlung richtet sich also nach der entsprechenden Ursache und reicht beispielsweise bei Genitalwarzen von Salben und Tinkturen, die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden, über kryo- («Vereisung»), elektro- und lasertherapeutische Abtragung bis hin zur operativen Entfernung der Warzen. Bei Syphilis (Lues) kommt vorwiegend das Antibiotikum Penizillin zum Einsatz. Penisveränderungen, die auf Herpes genitalis zurückgehen, erfordern unter Umständen eine Therapie mit dem antiviralen Medikament Aciclovir.

Bösartige Tumoren am Penis entfernt der Arzt in der Regel operativ. Leichte Vorhautverengungen können mit kortisonhaltigen Salben behandelt werden – in manchen Fällen ist aber auch eine chirurgische Entfernung oder Korrektur der Vorhaut notwendig.