1. Home
  2. Gesundheit
  3. Symptom
  4. Übelkeit (Nausea)

Übelkeit

(Nausea)
von

1.  Definition

Definition

Übelkeit (Nausea) ist eine Befindlichkeitsstörung, die umgangssprachlich auch als flaues Gefühl in der Magengegend bezeichnet wird.

Häufig ist die Übelkeit ein Vorbote von Erbrechen, sie kann aber auch auftreten, ohne dass der Betroffene sich übergeben muss. Verantwortlich dafür, ob der Magen entleert wird oder nicht, ist das sogenannte Brechzentrum im Gehirn. Es wird direkt durch Reize aus dem Verdauungstrakt aktiviert.

Oft tritt die Übelkeit gleichzeitig mit anderen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Fieber oder Schweissausbrüchen auf. Je nach Ursache der Übelkeit kann es auch zu Bauchschmerzen oder Magen-Darm-Krämpfen kommen.

Übelkeit – von Medizinern auch als Nausea bezeichnet – klingt meist von alleine wieder ab. Sollte die Übelkeit länger als drei Tage anhalten, von häufigem Erbrechen begleitet sein oder sogar Blut erbrochen werden, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Dieser klärt die genauen Ursachen der Übelkeit ab.

Häufig ist Übelkeit ein Begleitsymptom von Magen-Darm-Erkrankungen. Sie tritt aber auch beispielsweise bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Migräne oder bei einigen Infektionskrankheiten auf.

Eine weitere Ursache für Übelkeit ist eine Aktivierung des Brechzentrums im Gehirn. Diese kann beispielsweise durch eine Reizung der Gleichgewichtsorgans im Innenohr (Reisekrankheit) oder durch Stoffwechselstörungen (z.B. Überfunktion der Nebenschilddrüse) ausgelöst werden.

Gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel verspüren viele Frauen Übelkeit und müssen dazu manchmal erbrechen. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt, aber bestimmte Hormone spielen hier eine entscheidende Rolle. Die Übelkeit bei Schwangeren ist morgens oft besonders stark (morgendliche Schwangerschaftsübelkeit) und beeinträchtigt sie oft sehr. Besonders bei häufigem Erbrechen ist es wichtig, dass die betroffenen Frauen ausreichend essen und trinken. Das beugt einer Störung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes vor sowie einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel und einem Nährstoffmangel.

Für Übelkeit (Nausea) können die Ursachen sehr unterschiedlich sein. Zum einen kann Übelkeit eine Selbstschutzmassnahme des Körpers sein, wenn Gifte (z.B. Lebensmittelvergiftung), die Schleimhaut schädigende Stoffe oder Krankheitserreger in den Magen-Darm-Trakt eindringen. Durch Übelkeit will der Körper verhindern, dass weitere Schadstoffe aufgenommen werden. Dieser Selbstschutz ist auch Ursache der Übelkeit nach übermässigem Alkoholkonsum oder zu üppigem Essen.

Eine weitere Ursache für Übelkeit ist eine Aktivierung des Brechzentrums im Gehirn. Diese kann beispielsweise durch eine Reizung der Gleichgewichtsorgans im Innenohr (Reisekrankheit), durch bestimmte Hormone (Schwangerschaftsübelkeit) oder durch Stoffwechselstörungen (z.B. Überfunktion der Nebenschilddrüse) ausgelöst werden.

Sehr häufig tritt Übelkeit auch als Begleitsymptom einer Krankheit auf. Zu diesen gehören zum Beispiel:

  • Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Magenschleimhautentzündung, Magen-Darm-Grippe, Darmverschluss)
  • Akute Erkrankungen im Bauchraum (z.B. Blinddarmentzündung, Gallenblasenentzündung)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Laktoseintoleranz)
  • Infektionskrankheiten
  • Migräne
  • Sonnenstich
  • Herzinfarkt
  • Gehirnerschütterung
  • Essstörungen (z.B. Bulimie)
  • Angsterkrankungen wie zum Beispiel eine soziale Phobie

Ausserdem können Wirkstoffe und Medikamente Nausea bewirken, welche den Magen reizen und als Nebenwirkung das Brechzentrum aktivieren. In vielen Fällen tritt eine Übelkeit als Folge einer Vollnarkose auf. Auch eine Strahlen- und Chemotherapie ist häufig von Übelkeit begleitet.

Übelkeit in der Schwangerschaft

Gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel verspüren viele Frauen Übelkeit und müssen dazu manchmal erbrechen. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt, aber bestimmte Hormone spielen hier eine entscheidende Rolle. Die Übelkeit bei Schwangeren ist morgens oft besonders stark (morgendliche Schwangerschaftsübelkeit) und beeinträchtigt sie oft sehr. 80 bis 85 Prozent aller Schwangeren sind von Übelkeit im ersten Drittel der Schwangerschaft betroffen und ungefähr 52 Prozent von Übelkeit und Erbrechen. Gerade bei Nüchternheit – also bei niedrigen Blutzucker – in stressigen und anstrengenden Situationen oder auch durch bestimmte Reize (z.B. Zähneputzen) und Gerüche kann sich die Übelkeit in der Schwangerschaft verschlimmern.

Wer mit Übelkeit (Nausea) zum Arzt geht, wird zunächst ausführlich befragt.

  • Sind Erkrankungen bekannt, durch die eine Übelkeit verursacht werden kann?
  • Gibt es Begleitsymptome wie Gewichtsverlust, Fieber, Bauchschmerzen, Durchfall oder Schwindel?
  • Wurden Medikamente, Alkohol oder Drogen in grossen Mengen aufgenommen?

Fragen wie diese können dem Arzt einen ersten Anhaltspunkt für die Ursache der Übelkeit geben.

Auf die Befragung folgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt tastet den Bauch ab, um mögliche Druckschmerzen oder eine gespannte Bauchdecke festzustellen. Ausserdem hört er die Darm- und Atemgeräusche ab. Manchmal nimmt der Arzt auch eine Untersuchung des Enddarms (rektale Untersuchung) vor. Um die genaue Ursache der Übelkeit festzustellen, kann er ausserdem eine Blut- und Urinuntersuchung, ein Elektrokardiogramm (EKG) und eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums anordnen.

Zur weiteren Diagnostik können eine Magenspiegelung (Gastroskopie), Röntgenuntersuchung des Brust- und Bauchraums, Computertomographie des Kopfs oder eine Untersuchung des Augenhintergrunds sinnvoll sein.

Bei Übelkeit (Nausea) ist die Therapie sehr vielfältig. Häufig können schon einfache Naturheilmittel die Übelkeit lindern. Besonders hilfreich ist ein schonender Magen-Darm-Tee aus Kamille oder Pfefferminze. Ausserdem zeigen Ingwer-Tropfen oft eine positive Wirkung.

Generell richtet sich bei Übelkeit die spezielle Therapie nach deren genauen Ursachen. Liegt der Übelkeit beispielsweise Nervosität zugrunde, können Entspannungsübungen, Ausdauersport oder Ruhe helfen. Wenn gleichzeitig das Brechzentrum des Gehirns gereizt ist, verschwindet die Übelkeit häufig nach dem Erbrechen. So scheidet der Körper Substanzen aus, welche möglicherweise schädlich sind und die Übelkeit ausgelöst haben.

Darüber hinaus können auch Medikamente, die sogenannten Antiemetika gegen Übelkeit helfen. Zu diesen gehören beispielsweise die H1-Antihistaminika, welche wirksam einen Brechreiz, vor allem bei einer Reisekrankheit, unterdrücken oder die Prokinetika, welche die Magenentleerung fördern. Ist die Übelkeit durch eine Übersäuerung des Magens entstanden, können Antazida die Beschwerden lindern.

Ist die Übelkeit Begleitsymptom einer anderen Krankheit wie einer Magen-Darm-Erkrankung oder Infektionskrankheit, ist eine gezielte Therapie dieser Grunderkrankung erforderlich.