Wadenkrämpfe sind ein verbreitetes Übel. Besonders die nächtlichen Krämpfe sind lästig, aber meistens harmlos. Für gelegentliche Krämpfe lässt sich selten eine Ursache finden. Manchmal ist eine vorübergehende Störung des Mineralhaushalts der Grund: wegen Durchfalls, Medikamenten (Wassertabletten) oder übermässigen Alkoholkonsums. Auch ein bisher unbemerktes Venenproblem kann sich mit Wadenkrämpfen ankündigen.

Den Krampf sollte man möglichst rasch lösen: dazu den betroffenen Muskel vorsichtig dehnen. Das macht man, indem man das Bein streckt und die Fussspitze kniewärts drückt.

Bei wiederkehrenden Krämpfen ist oft Magnesiummangel die Ursache. Das kann bei Personen vorkommen, die zu wenig trinken oder Nierenprobleme haben. Ursachen können auch Durchblutungsstörungen, Erkrankungen der Nerven oder eine Schwangerschaft sein. Bei einseitigem Beinschmerz muss immer an die drohende Gefahr einer Thrombose gedacht werden.

Zur Behandlung von Wadenkrämpfen reicht meist die Einnahme von Magnesium. Falls andere gesundheitliche Probleme vorhanden sind, sollte Magnesium nur auf ärztliche Verordnung genommen werden. Weitere Abklärungen sind erst nötig, wenn sich die Krämpfe nicht bessern.

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