Wie heisst schon wieder die Nachbarin? Diese oder ähnliche Fragen stellen wir uns alle jeden Tag. Ob Vergesslichkeit im Rahmen des Üblichen liegt, kann nur mit standardisierten Tests festgestellt und nicht subjektiv beurteilt werden - weder vom Patienten noch vom Hausarzt.

Wer älter wird und immer öfter alltägliche Informationen aus seinem Gedächtnis nicht mehr abrufen kann, sollte sich unbedingt einem solchen Test unterziehen. Auch die näheren Angehörigen und Freunde sollten sich nicht scheuen, auf entsprechende Beobachtungen aufmerksam zu machen und zur Abklärung zu ermuntern.

Die festgestellten Symptome sind aber nicht immer Zeichen einer Demenz, sondern es kann sich um Krankheiten handeln, die eine Demenz vortäuschen, aber durch fachgerechte Behandlung oft heilbar sind. Damit verschwinden auch die Symptome. Dies ist immerhin bei zehn Prozent der Patienten der Fall. So können etwa ein Vitamin-B12-Mangel, eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Depression, erhöhter Hirndruck oder Tumore zu Demenzsymptomen führen. Ebenso sind Demenzsymptome mögliche Nebenwirkungen einiger Medikamente.

Frühe Diagnose ist entscheidend

Demnach ist es in jedem Fall sinnvoll, zuerst diese Krankheiten beim Hausarzt durch diverse körperliche Untersuchungen auszuschliessen. Bei Bedarf kann Ihr Hausarzt Sie auch an eine Spezialklinik überweisen. Dort macht man eine detaillierte Standortbestimmung und versucht herauszufinden, welche Störungen vorliegen.


Neben der Alzheimerschen Demenz gibt es weitere neurologische Krankheiten, die mit verminderter Gedächtnisleistung einhergehen, wie zum Beispiel die Parkinsonsche Krankheit und Gefässverkalkungen. Je früher eine genaue Diagnose gestellt wird, desto effizienter ist eine individuell eingeleitete Therapie.

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