Die vierjährige Kathi Hutter aus Tann ZH, deren Gesicht im Februar dieses Jahres von einem Rottweiler zerbissen wurde, hatte Glück im Unglück: Die Eigentümerin des Hundes ist privathaftpflichtversichert. Die jahrelange chirurgische Behandlung des Mädchens wird Hunderttausende von Franken kosten.

Obwohl die meisten Hundehalter eine Privathaftpflichtversicherung abschliessen, besteht dazu keine Pflicht (Ausnahme: Genf). Dabei liegen die Vorteile eines Obligatoriums auf der Hand:

  • Die Opfer müssten sich finanziell keine Sorgen machen: Versicherungen sind solvent Hundehalter eventuell nicht.



  • Die Prämie könnte je nach Hunderasse oder Ausbildungsstand von Hund und Halter unterschiedlich hoch sein. Derart würde das Verantwortungsbewusstsein gefördert und die Verbreitung von heiklen Hunderassen eingedämmt.



  • Ein Bonus-Malus-System oder Schadenfreiheitsrabatte trügen zusätzlich dazu bei, dass Hundehalter in kritischen Situationen schneller zur Leine greifen.



  • Die zahlende Versicherung könnte bei grobfahrlässigem oder vorsätzlichem Handeln des Versicherungsnehmers und Hundehalters diesen massiv zur Kasse beten. Ein direktes Forderungsrecht von Geschädigten gegenüber der Versicherung für den ganzen, ungekürzten Schaden wäre zu begrüssen.



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  • Die Kranken- und Unfallkassen, die gegenwärtig vorab für Tieropfer aufkommen müssen, würden durch die Haftpflichtversicherungen entlastet.