3_00_bp_holz.jpgErmunterungen für das Ehepaar Hediger, Kopfschütteln über die Sturheit der Aargauer Verwaltung: Das Echo auf den Beobachter-Fall in der Fernsehsendung «Quer» vom 12. November 1999 war riesig.

Was war passiert? Elisabeth und Walter Hediger mussten ihr Holz aus einem selbst gebauten Unterstand wegräumen, weil sie ein Baugesuch dafür eingereicht hatten. Die Begründung des Regierungsrats: Der Unterstand sei illegal unter anderem, weil er über ein fest montiertes Dach verfüge. Zwar wimmelt es im Aargauer Wald von solchen «illegalen» Beigen, doch deren Eigentümer hatten nie ein Baugesuch gestelllt.

Hedigers blieben vom Pech verfolgt: Kaum hatten sie die 45 Ster Brennholz aus dem «illegalen» Gestell abgetragen und es 20 Meter weiter weg neu aufgestapelt, schlug «Lothar» zu. Der Sturm verwüstete nicht nur die Hälfte von Hedigers Privatwald, er fällte auch eine Buche die prompt auf die neue Beige fiel. Jetzt müssen Hedigers die staatlich verordnete Kreuzbeige erneut errichten. Die Ironie der Geschichte: Der illegale Holzunterstand trotzte dem Sturm unbeschadet als wolle er dem Amtsschimmel ein Schnippchen schlagen.

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