Dass bei einem Jubiläum nette Worte ausgetauscht werden, ist nicht aussergewöhnlich. Das weiss auch der grosse Schweizer Kabarettist und Autor Emil, dessen Geburtstagsgruss fast zur Liebeserklärung geworden ist. Deshalb betont Emil in seinem Begleitbrief: «Ich habe versucht, meine ehrlichen Gedanken zum Beobachter zu beschreiben. Sie sind ehrlich.»

Wir freuen uns sehr über so viel Zuspruch und Lob von allen Seiten. Denn das ist nicht selbstverständlich. Der Beobachter betreibt ja keinen journalistischen Schmusekurs; wir kritisieren oft hart und schaffen uns damit nicht nur Freunde. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey bringt ihre Wertschätzung für unsere Arbeit auf den Punkt: «Der Beobachter ist nicht immer ein bequemer, aber stets nötiger Zeitgenosse.»

Unser Jubiläumsheft ist dick geworden, denn für einmal möchten wir Ihnen einen Blick hinter die Kulissen bieten: Wir zeigen Ihnen, wie Redaktion und Beratung arbeiten. Wir schildern Ihnen, gegen welche Druckversuche wir im Alltag kämpfen. Wir haben auch einige unserer eifrigsten Leserbriefschreiber besucht. Und wir stellen Ihnen unser gesamtes Team im Bild vor. Ausserdem hat meine Kollegin Iwon Blum die ganze «Beobachter-Maschinerie» zeichnerisch umgesetzt.

80 Jahre sind für eine Schweizer Zeitschrift kein rekordverdächtiges Alter. Wir blicken zwar gerne auf unsere stolze Geschichte zurück. Noch lieber richten wir aber den Blick nach vorn. Denn wir stecken voller Pläne für die Zukunft. Wir sind überzeugt: Der Beobachter kann seinen Idealen nur treu bleiben, wenn er sich den gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen nicht verschliesst, sondern diese aktiv mitprägt. Das hat ihn in der Vergangenheit stark gemacht - und bis heute stark gehalten.

Basis unseres Erfolgs sind eine Million Leserinnen und Leser. Wir danken Ihnen herzlich für die aussergewöhnliche Treue und Unterstützung. Wir freuen uns, wenn wir Sie auch in Zukunft begleiten dürfen. Denn 80 Jahre sind uns längst nicht genug. Ihnen hoffentlich auch nicht.

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