Nella Martinetti, 55, Tessiner Schlagerdiva:
Ich finde, der Beobachter ist eine sehr interessante Zeitschrift. Er schützt die Leser und Leserinnen vor Missbrauch. Ich kann es nicht anders sagen: Der Beobachter ist der Bodyguard und Schutzengel der Konsumenten!

Sina, 35, Walliser Rocksängerin:
Ich gehöre leider nicht zu den regelmässigen Beobachterinnen. Ich bin ein Fast-Food-Info-Junkie. Bei mir muss es schnell gehen. Im Internet überfliege ich die Schlagzeilen, unterwegs schaue ich in ein Gratisblatt oder lese den «Tages-Anzeiger». Abends sind dann «Tagesschau» und «10 vor 10» an der Reihe. Alles andere hat bei mir nur eine Chance, wenn es im Wartezimmer meines Zahnarztes liegt. Ich wünsche dem Beobachter eine fröhlich-dynamische Zukunft. Vielleicht lernen wir uns doch einmal näher kennen.

Peter Hasler, 55, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands:
Der Beobachter erfüllt eine wichtige Funktion in der schweizerischen Demokratie. Er ist die Stimme der Unorganisierten, der Bürger, der Betroffenen. Dabei nimmt er die wichtige Funktion eines Fiebermessers der bürgerlichen Befindlichkeit wahr. Wo sich vieles in der Gesellschaft verändert, wo immer wieder neue Begehrlichkeiten und Schlaumeiereien auf den Markt kommen, wo Menschen manipuliert oder hintergangen werden sollen, erhebt der Beobachter seine mahnende oder missbilligende Stimme. Er tut dies in konstanter und korrekter Beharrlichkeit. Er ist niemals der billigen Story verpflichtet, sondern dem guten Resultat für seine Leser. Er verzichtet auf marktschreierische Elemente zugunsten hochseriöser Recherche. Er hält damit die Fahne bester journalistischer Qualität hoch. Dafür sind wir ihm ausserordentlich dankbar.

Werner Marti, 44, SP-Nationalrat und Preisüberwacher:
Zum Tod der «Blick»-Kolumnistin Marta Emmenegger («Liebe Marta») konnte ich in verschiedenen Zeitungen lesen, dass diese gleich wie der Beobachter und wie der Preisüberwacher eine schweizerische Institution geworden sei. Diese Gleichstellung mit dem Beobachter und selbstverständlich auch mit der lieben Marta ist für mich eines der schönsten Komplimente, die ich für die Preisüberwachung erhalten habe.

Nina Corti, 48, Flamencotänzerin:
Leider fehlt mir die Zeit, den Beobachter zu lesen. Aber ich schätze ihn dennoch sehr. Ich kenne ihn von seiner jährlichen Prix-Courage-Verleihung her – ein in der heutigen Zeit äusserst wichtiger Preis. Meine Bewunderung für die ausgezeichneten Personen ist sehr gross. Ich schätze ihren Mut, sich für andere einzusetzen und nicht nur für sich selber zu schauen. Das ist in unserer Gesellschaft wichtiger denn je. Der Prix Courage spornt an, nicht nur zuzuschauen, sondern einzugreifen, wenn Unrecht geschieht. Mein Fazit: Der Beobachter tanzt immer wieder aus der Reihe – zum Glück. Auch wenn ich tanze, möchte ich den Leuten nicht nur zeigen, was spanischer Tanz ist, sondern etwas mitgeben – positive Vibrationen beispielsweise, eben wie der Beobachter.

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Jürg Krummenacher, 48, Direktor Caritas Schweiz:
Den Beobachter habe ich als Jugendlicher bei meinen Grosseltern im Bündnerland kennen gelernt. Schon damals fiel mir auf, dass er auf der Seite der kleinen Leute steht. Ich schätze diese anwaltschaftliche Rolle. Ich schätze vor allem auch, dass der Beobachter sein Engagement für Recht und Gerechtigkeit nie marktschreierisch, sondern immer sorgfältig und seriös ausübt. Ich schätze ausserdem, dass er sich auch konkret engagiert – über seine eigene Sammlung für sozial Benachteiligte hier in der Schweiz oder in gemeinsamen Aktionen mit unserer Organisation, beispielsweise für die Flüchtlinge in Bosnien oder im Kosovo.

Ich hoffe, dass der Beobachter auch in seinen nächsten 25 Jahren seine klare Linie nie verlässt, sich weiterhin mutig und entschieden für die Menschen auf der Schattenseite des Lebens einsetzt und Standfestigkeit gegenüber allen Modeerscheinungen beweist.

Christoph Blocher, 61, SVP-Nationalrat:
Der Beobachter ist ein wichtiger Teil der Psychohygiene des Volkes. Wie viel frisst doch täglich jeder Einzelne in sich hinein. Er kann es nirgends äussern. Er kann es nirgends lesen. Er wird auch nirgends ernst genommen, wenn er Missstände entdeckt, über die niemand spricht. Der Beobachter erfüllt eine wichtige Funktion, indem er ausspricht, was viele denken, aber sonst niemand zu sagen wagt. Wohl für manche zum Ärger, aber für viele zur Erleichterung. Obwohl auch schon «Opfer» des Beobachters, möchte ich ihn nicht missen. Darum hoffe ich, dass er auch in den nächsten 75 Jahren frisch, unentwegt, gerecht, aber auch ohne Rücksichtnahme auf allzu viel «political correctness» seine Arbeit erfüllt. Herzliche Gratulation!

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Vera Kaa, 40, Popsängerin:
Der Beobachter hatte stets ein wachsames Auge, und das ist gut so.

Ulrich Knellwolf, 60, Schriftsteller und Theologe:
Ich muss zugeben, dass ich in den letzten dreissig, vierzig Jahren ein unzuverlässiger Beobachter-Beobachter war. Bei aller Achtung habe ich auf den Beobachter wenig Acht gehabt. Gewiss, ich weiss, wie er aussieht, und im Wartezimmer meines Zahnarztes blättere ich die vorvorletzte Nummer jedes Mal durch, mich versichernd, dass der Beobachter, im Gegensatz zu mir, immer noch gesunde Zähne hat.

Im Übrigen aber hielt ich es mit dem Beobachter wie manch einer mit dem lieben Gott. Ich verliess mich darauf, dass er da sei, wenn man ihn brauche, war froh, dass ich ihn gegenwärtig nicht brauchte, und liess ihn einen guten alten Bekannten sein.

Zu meiner Jugend gehörte er wie der Lehrer in der Schule und der Polizist auf der Strasse. Der Beobachter war das gerechte Strafgericht über alle Bösewichte. Als mein Vater von einem Geschäftspartner übers Ohr gehauen werden sollte, drohte er mit dem Beobachter. Hätte er mit dem Jüngsten Gericht gedroht, hätte der saubere Freund womöglich gelacht. Der Beobachter hingegen wirkte sofort.

Nicht nur ein Gefühl von zuverlässiger Sicherheit verdanke ich dem Beobachter, sondern auch ein Stück Kunsterziehung. Da gab es doch früher diese Titelbilder, häufig Schweizer Malerei der damaligen Gegenwart. An ihnen entdeckte ich mein Interesse für Kunst. Als die Bilder verschwanden, war ich enttäuscht. Trotz allem jedoch wage ich nicht zu versprechen, ich werde wieder ein zuverlässigerer Beobachter des Beobachters, wenn die Kunst auf seine erste Seite zurückkehrt.

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Patrick Rohr, 33, Moderator der «Arena», SF DRS:
In die Welt der Buchstaben stieg ich, wie viele Kinder damals, mit «Micky Maus» ein. Auf die Sprechblasen folgte aber bald, kaum hatte ich das Abc ganz intus, der Beobachter: Meine Eltern hatten ihn abonniert – und ich hatte ihn gepachtet.

Niemand durfte mich bei der Lektüre meiner Lieblingsrubriken «Bravo!» und «Schäm di!» (heute «So nicht») stören. Als kleiner Bub konnte ich mich herzhaft ereifern, wenn ich las, zu was für einem schändlichen Tun erwachsene Leute immer wieder imstande waren – und mich immer wieder herzhaft freuen, wenn sie auch Gutes taten.

Mein Weltbild, meine Vorstellung von Gut und Böse, wurde in meiner frühen Kindheit also massgeblich vom Beobachter geprägt. Auch heute, ein Vierteljahrhundert später, gibt es auf dieser Welt nicht nur Gutes – umso besser, dass es den Beobachter in alter Frische immer noch gibt!

Gilles Tschudi, 44, Schauspieler («Lüthi und Blanc»):
Ich achte / den Beobachter / einer Achtung / würdig, weil / der Beobachter / achtet, was / die Beobachtenden / beobachten.

Emil Steinberger, 69, Kabarettist:
Über 50 Jahre kenne ich den Beobachter. Es ist wirklich unglaublich, wie so eine Zeitschrift über all die Jahre die Gerechtigkeit in Person darstellt. Ohne Abstriche. Wie viele einfache Bürger konnten sich all die Jahre mittels Beobachter gegen die Obrigkeiten und Scharlatane wehren oder Dampf ablassen. Seit den Ereignissen in Zug weiss man von der Notwendigkeit solcher Ventile. Ich gratuliere mit Überzeugung.

Eva Wannenmacher, 30, Fernsehmoderatorin:
Der Beobachter ist mehr als eine Zeitschrift. Er ist eine moralische Institution. Im Kampf für Schwache wurden neue Netze gespannt, neue Hilfestellungen lanciert. Der Beobachter ist ein Weltverbesserer. Ein lebensnaher, glücklicherweise! Gutes tun und darüber schreiben, das wird auch die nächsten 75 Jahre aktuell bleiben!

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Filippo Leutenegger, 49, Chefredaktor Schweizer Fernsehen DRS:
Der Beobachter nimmt im sozialpolitischen Bereich eine wichtige Aufgabe wahr. Er ist für die Anliegen der «kleinen Frau und des kleinen Mannes» da. Wie die Radiosendung «Espresso», die Fernsehsendungen «Quer» und «Kassensturz» ist der Beobachter ein Ort, an den sich die Leute mit ihren Sorgen wenden können. Das ist eine wichtige Ausgleichsfunktion.

Jennifer Ann Gerber, 20, Miss Schweiz:
Um mir eine richtige Meinung über den Beobachter zu machen, habe ich die letzten Ausgaben gelesen und auch ein wenig studiert. Ich bin sehr positiv überrascht. Ich finde den Beobachter sehr informativ, er spricht viele verschiedene aktuelle Themen an. Auch sind die Artikel gut verständlich geschrieben. Für mich werden es bestimmt nicht die einzigen Ausgaben bleiben, die ich gelesen habe.