«Ab 50 fängt das Leben erst richtig an», sagen sich immer mehr (früh)pensionierte Schweizerinnen und Schweizer und verbringen die kalten Wintermonate oder gleich das ganze Jahr im südlichen Europa; in Spanien, Frankreich, Italien, Portugal. Typische Rentnerdestinationen sind auch Florida, Kanada, Costa Rica, Thailand, Brasilien und die Philippinen.

Ausschlaggebend für das Leben im Ausland im fortgeschrittenen Alter sind meist die dortigen tieferen Lebenshaltungskosten. Zudem ist das wärmere Klime für viele Leute mit Rheuma, Asthma oder Allergien ein Segen.

Für einen längeren Aufenthalt als Rentner ist in den meisten Ländern eine besondere Bewilligung erforderlich, die regelmässig erneuert werden muss. Allein der Erwerb oder Besitz einer Immobilie reicht in den wenigsten Fällen für eine Aufenthaltsbewilligung aus. Sie wird gewöhnlich nur erteilt, wenn der Gesuchsteller über gesicherte und genügend finanzielle Mittel verfügt, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Je nach Land wird dabei vom Niederlassungswilligen ein bestimmtes monatliches oder jährliches Mindesteinkommen verlangt oder eine bestimmte Summe, die er im Land investiert oder auf einem Bankkonto während der Aufenthaltsdauer als eine Art Sicherheitsdepot blockieren lässt. Meist genügt die einfache Schweizer AHV-Rente für eine Aufenthaltserlaubnis. Je nach Land müssen Rentner bei der Einreise auch eine Krankenversicherung vorweisen können.

Damit die Wohnsitzverlegung im Alter nicht zu einem Alptraum wird, sollte sie frühzeitig sorgfältig geplant werden. Wichtig ist, die Wunschdestination vorgängig zu verschiedenen Jahreszeiten zu besuchen. Wer im Alter ins Ausland zieht, sollte zudem die Sprache beherrschen, am künftigen Wohnort einem sinnvollen Hobby oder einer Nebenbeschäftigung nachgehen können und den Kontakt zur Schweiz nicht abbrechen. Letzteres erleichtert auch eine allfällige Rückkehr. Tipps zum Ruhestand im Ausland gibt auch eine Broschüre des Bundesamtes für Ausländerfragen (BFA).

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