Wer an der Landesausstellung seine heimatliche Verbundenheit stärken möchte, dürfte vor allem an den Kantonaltagen auf seine Kosten kommen. Zwischen dem 18. Mai (Freiburg) und dem 5. Oktober (Thurgau) finden auf den vier Arteplages in Biel, Murten, Neuenburg und Yverdon 17 Spezialwochenenden statt, die die Kantone selber gestalten. Hinzu kommt am 10. August ein Tag der Auslandschweizer.

Mehrere Kantone sind für das Ereignis Bündnisse eingegangen. So treten Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Luzern und Zug am 8. Juni vereint in Yverdon auf. Unter dem Motto «Einfall» will die Innerschweiz mit Folklore, Theater, Film und einer «Neuauflage des Saubannerzugs» für einen bleibenden Eindruck sorgen. Interessantes verspricht auch der gemeinsame Tag von Neuenburg und den beiden Appenzell, wo neben Konzerten verschiedenster Stilrichtungen die Mythen dieser Regionen spielerisch zum Thema gemacht werden.

Solches entspricht den Vorstellungen von Expo-Projektleiter Marco Läuchli: «Die Kantone sind frei, ihren Auftritt zu gestalten, sollen sich aber vor allem über ihre vielfältige Kultur darstellen.» Entstehen soll aus den Kantonsporträts ein «Spiegel der zeitgenössischen Schweiz, eines Landes, das einerseits in seinen Traditionen verhaftet, andererseits in die Zukunft gerichtet ist».

Anzeige