Die beiden Unternehmen Art Car AG und Admobile Thunström & Thunström AG fuhren auf die gleiche Idee ab: Die Kunden erhalten ein «Gratisauto» – als Gegenleistung müssen sie darauf Werbung spazieren fahren.

«Admobile und Art Car sind zwei Paar Schuhe», sagt Admobile-Mediensprecher Marcel Allenspach bestimmt – «wir arbeiten seriös». Im Gegensatz zu Art Car: Deren Chef, der seinen Kunden für eine Kaution von 1800 Franken Gratis-Smarts versprach, machte sich mit über drei Millionen Franken Kundengeldern aus dem Staub. Etwa 2000 Personen sehen sich heute um ihr Geld geprellt.

Admobile Thunström & Thunström AG hingegen informierte Mitte Januar ihre Kundschaft per Brief, dass sie neu von der Admobile Schweiz AG übernommen wurde. Für die Kunden ändere sich im Prinzip nichts, nur «die vertraglich erwähnte Lieferzeit von vier Monaten kann zurzeit nicht garantiert werden». Deshalb könne jeder Kunde vom Vertrag zurücktreten: «Selbstverständlich erhält er die Kaution von 3000 Franken und die Bearbeitungsgebühr zurück», versichert Allenspach. Derzeit seien rund 70 Leute mit einem Admobile-Gratiswagen unterwegs und etwa 40 Personen auf der Warteliste.

Vergeblich gewartet

Der 33-jährige Aargauer Caspar Plaz ist einer, der nun sein Geld von Admobile zurückfordert. «Ausschlaggebend war nicht nur die Affäre Art Car, ich bin auch enttäuscht von der Geschäftspraxis bei Admobile», sagt der Programmierer. Er habe Mitte 2001 über 3000 Franken einbezahlt, aber bislang weder ein Auto noch eine Mitteilung erhalten. «Nun habe ich den Vertrag gekündigt. Ich bin gespannt, ob ich das Geld bekomme», sagt Plaz.