Ein heisser Tag am Türlersee: Kevin hat die Flügeli ausgezogen, sie waren so unbequem. Auf der Suche nach Steinchen stolpert der Knirps über einen Ast und plumpst ins Wasser. Der Vierjährige schreit, strampelt, zappelt. Sein Onkel rennt ans Ufer und fischt den Kleinen aus dem See. Noch einmal gut gegangen.

Nicht immer gehen Badeunfälle so glimpflich aus. 2003 sind in Schweizer Gewässern 89 Menschen ertrunken. Wollen Wasserratten auf Nummer Sicher gehen, sollten sie die geltenden Regeln beachten (siehe Artikel zum Thema «Badespass: Die goldenen Baderegeln»). Auch die Wahl der richtigen Schwimmhilfen verkleinert das Unfallrisiko ungemein.

Kevin etwa hätte wahrscheinlich seine Schwimmflügeli anbehalten, wären sie bequemer gewesen. Mehr Tragkomfort bieten Modelle, die an der Innenseite keine Luftkammern aufweisen, sondern glatt am Innenarm aufliegen. Besonders wichtig: zwei Luftkammern. Wird eine beschädigt, bietet die andere genügend Auftrieb. Eltern müssen darauf achten, dass die Kleinen die Flügeli am Arm und nicht etwa an den Beinen tragen. Sonst wirds gefährlich.

Was Hobbytaucher beachten müssen


Wer auf Tauchgang gehen will, braucht Schnorchel, Flossen und Taucherbrille. Schwimmbrillen können Letztere nicht ersetzen. Sie erlauben keinen Druckausgleich und führen mitunter schon in geringer Tiefe zu Augenverletzungen.

Ob eine Taucherbrille gut und wasserdicht sitzt, lässt sich vor dem Kauf leicht prüfen: die Brille ans Gesicht halten, einatmen und loslassen. Bleibt sie am Gesicht haften, sitzt die Sehhilfe perfekt. Ebenfalls zwingend: der Nasenerker für den Druckausgleich und – besonders wichtig – das Sichtfenster aus Sicherheitsglas.

Die Qualitätsmerkmale des Schnorchels sind ein weiches Mundstück und ein stabiles, aber biegsames Rohr. Die Länge des Rohrs darf höchstens 30 bis 35 Zentimeter, der Durchmesser muss mindestens zwei Zentimeter betragen. «Ist der Schnorchel zu dünn, fällt das Atmen schwer. Zu lange Schnorchel können sogar lebensgefährlich sein, da keine Frischluft angesaugt werden kann», erklärt Andreas Racheter von der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG). Zudem sollte der Schnorchel am oberen Ende mit einer Signalfarbe gekennzeichnet sein, damit Bootsfahrer den Schnorchler aus Distanz sehen.

Flossen müssen guten Halt bieten und ein weiches Blatt haben. Je härter sie sind, desto anstrengender wird das Schwimmen – und umso grösser ist die Gefahr eines Muskelkrampfes.

Auch sichere Schlauch- und Gummiboote müssen zwingend mehrere Luftkammern haben. Im Boot sollte man stets Schwimmwesten tragen. Wichtig: der Kragen und ein Gurt, mit dem sich die Weste zwischen den Beinen befestigen lässt. Taugliche Modelle sind ab 30 Franken erhältlich – eine kleine, aber unter Umständen lebensrettende Ausgabe.