Für fast 4000 Franken unterschrieben Dorli und Ruedi Müller (Bild) einen Kaufvertrag für Bettwaren: je zwei Oberbetten, Unterbetten, Kissen. Der Vertreter der Firma FTT Ferdinand AG mit Sitz in Glattbrugg ZH hatte die Produkte anlässlich einer Verkaufsveranstaltung ins beste Licht gerückt: Körperfreundlich, hautsympathisch, wohlig warm sei die edle Kaschmirware mit Namen «Traum 2000». Das hatte die Müllers überzeugt.

Doch die Lieferung enttäuschte. Insbesondere die Decken fühlten sich viel schwerer an als das bei der Vorführung gezeigte Muster. Und sie entsprachen auch nicht dem «gängigen Mass», das der Verkäufer zugesichert hatte.

Die Müllers machten eine Mängelrüge. Aber es liess sich keine befriedigende Lösung mit der Ferdinand AG finden.

Weil auch mündliche Zusicherungen verbindlich sind, intervenierte der Beobachter – und konnte eine für die Müllers akzeptable Lösung aushandeln: Die Firma verkleinerte auf eigene Kosten die Decken auf das gewünschte Mass. Und als Entschädigung für das «Missverständnis» zahlte sie 300 Franken zurück. Ein «richtiges Geschenk», freute sich Dorli Müller. Sie ist überzeugt: «Ohne Beobachter-Unterstützung wäre nichts gegangen.»

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