Anna Neuenschwander ist seit Jahrzehnten eine treue Kundin der UBS. Als sie im September 2000 ihr Schrankfach in der Filiale am Zürcher Paradeplatz benützte, stolperte sie über eine überhöhte Türschwelle. Neuenschwander zog sich beim Sturz drei Frakturen an Schulter, Arm und Bein zu. An den Nachwirkungen leidet sie bis heute: «Trotz intensiver Therapie habe ich immer noch Schmerzen.»

Die UBS hatte zwar in einem netten Brief anerkannt, dass die «bauliche Unzulänglichkeit» ein Fehler sei, der mittlerweile behoben wurde; schliesslich war Anna Neuenschwander nicht die erste Kundin, die über diese Schwelle stürzte. Trotzdem gab sich die Bank knauserig: Ein Blumenstrauss und das von der UBS gesponserte Büchlein «Launische Forellen und Kirschensturm» sollten reichen.

Nein, fand der Beobachter und fragte nach, weshalb die UBS die Haftung ablehne. Plötzlich erkundigten sich die Verantwortlichen nach dem Befinden des Unfallopfers. Und nach hartnäckigem Nachfragen übernahm die Bank auch jene Heilungskosten in vierstelliger Höhe, die nicht von der Unfallversicherung bezahlt worden waren. Toll: Anna Neuenschwander hat einen Teil des Geldes der Stiftung SOS Beobachter gespendet.

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