Zehn Tage vor Abreise bestätigte das Reisebüro die Buchung für Shenasi Karaxha und dessen Freundin. Da er als Kosovari für Frankreich ein Visum braucht, stellte er sofort ein Gesuch beim französischen Konsulat in Bern. Dort hiess es, er müsse persönlich vorbeikommen für den Ingenieur aus Biel ein verlorener Ferientag. Aber vielleicht, so hoffte er, gehe ja alles schnell.

Weit gefehlt: Die Warterei im Vorraum wollte kein Ende nehmen. Als Karaxha endlich vorgelassen wurde, schlug er vor, man möge ihm doch gleich ein dreimonatiges Visum erteilen. «Unmöglich», sagte man ihm. Nach einem heftigen Wortwechsel und einem Ultimatum der Konsulatsangestellten zerriss diese kurzerhand das bereits ausgestellte Fünf-Tage-Visum.

Die Tür zum Konsulat blieb in der Folge für Karaxha beharrlich verschlossen. Und auch das Reisebüro wollte nicht mit sich reden lassen und das vorausbezahlte Arrangement annullieren zu Recht.

Schliesslich setzte sich der Beobachter mit Monsieur le Consul persönlich in Verbindung und versuchte in bestem Schulfranzösisch, die Wogen zu glätten. Der Konsul zeigte sich durchaus gesprächsbereit und gab Karaxha am Vorabend des Abflugs grünes Licht für Paris.

Anzeige
Dieses Bild kann nicht angezeigt werden.