Eigentlich hatte Ruth Pfister den Reisegutschein, ein Geschenk zum 50. Geburtstag, schon abgeschrieben. Eine Herzoperation mit Kuraufenthalt hatte es ihr verunmöglicht, den Gutschein im Wert von 500 Franken rasch einzulösen. Nun war dieser zwar noch nicht abgelaufen, aber das Reisebüro ATC, das ihn ausgestellt hatte, gab es nicht mehr. Genauer: Es war von Imholz übernommen worden.

Ruth Pfister konnte die ehemaligen Geschäftsleute von ATC ausfindig machen. Diese lehnten es jedoch ab, den Gutschein einzulösen. Begründung: Es bestehe kein Anspruch mehr.

Dann las Ruth Pfister den Beobachter-Artikel über Gutscheine (Nr. 1/2001). Nun wollte sie genau wissen, ob ihr Reisebon tatsächlich wertlos war. Der Beobachter informierte sie über die Rechtslage, worauf sich Ruth Pfister an Imholz wandte. Die entscheidende Frage: In welcher Art hatte Imholz ATC übernommen?

Die Antwort fiel ungünstig aus: Imholz hatte nur das Inventar übernommen und war somit nicht verpflichtet, den Gutschein einzulösen. Doch der Reiseveranstalter bot freiwillig an, den Gutschein mit immerhin 300 Franken an eine künftige Reisebuchung anzurechnen.

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