Der 22. September 1999 war ein Glückstag für Romana Peter: Dank ihrer Teilnahme an einer TV-Show habe sie ein Gesprächsguthaben von 100 Franken gewonnen, gratulierte ihr Sunrise. Als die 30-jährige kaufmännische Angestellte dem Telekommunikationsanbieter mitteilte, sie habe keinen Festnetzanschluss mehr, war indes Funkstille. Nach monatelangem Schweigen willigte die Firma im Dezember 2000 schriftlich ein, den Gewinn «ausnahmsweise» bar auszuzahlen. Grund: Sunrise verfügte damals noch über kein Handynetz.

Romana Peter gab umgehend ihre Kontonummer an, doch wieder geschah annähernd anderthalb Jahre lang nichts: Statt der versprochenen 100 Franken erhielt sie immer wieder neue Anmeldeformulare. Erst nachdem der Beobachter zweimal bei Sunrise nachfragte, wo das Geld bleibe, klappte es Ende Mai dann endlich mit der Überweisung.

Laut Sunrise war das Ganze ein «Verbuchungsproblem», weil angeblich «keine Auszahlungen an Nichtkunden» gemacht werden können. Romana Peter habe zuerst als «fiktive Kundin» registriert werden müssen, was komplizierter als erwartet gewesen sei. Hoffentlich braucht Sunrise nicht zweieinhalb Jahre, um «reale Kunden» zu registrieren.

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