Peter Dängeli aus Bern glaubte, sich verhört zu haben. Nachdem er dem Kondukteur in der Regionalbahn Bern–Solothurn (RBS) sein Billett gezeigt hatte, brummte ihm dieser eine Busse von 60 Franken auf. Reisende mit einem SBB-Billett via Biel, so die Begründung, gälten bei der RBS als «Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis». Die Ironie der Geschichte: Dängelis SBB-Ticket war sogar noch teurer als ein vergleichbares RBS-Billett.

Mit seiner Reklamation biss Dängeli bei der RBS auf Granit: Sie wollte ihm die 60 Franken nicht zurückerstatten. Dängeli wandte sich wegen dieses «sturen Paragrafen-Denkens» an den Beobachter.

Als dieser sich mit der RBS in Verbindung setzte und um eine Stellungnahme bat, kam plötzlich Bewegung ins Räderwerk der Privatbahn. Sie entschuldigte sich bei Dängeli für die Unannehmlichkeiten, die auf die Unerfahrenheit des Mitarbeiters zurückzuführen seien. Die Weichen seien neu gestellt; ein solcher Fauxpas werde nicht mehr vorkommen. Die 60 Franken erhielt Dängeli in Form eines Reisegutscheins zurück. «Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung», freut er sich.

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