In der Schweiz fallen pro Jahr 2500 bis 3000 Tonnen gebrauchte CD-ROMs an. Die meisten werden weit vor Ablauf der technischen Lebensdauer weggeworfen.

Dabei garantieren die Händler seit Jahren, nicht nur ausgediente Radios oder Computer zurückzunehmen, sondern auch CDs. Dies geschieht im Rahmen der Recycling-Garantie für Unterhaltungs- und Büroelektronik durch den Swico (Schweizerischer Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik). Folglich sollten alle dem Swico angeschlossenen Geschäfte die Disks nach Gebrauch zurücknehmen.

Hochwertiger Kunststoff

CDs bestehen aus dem hochwertigen Kunststoff Polykarbonat (PC). Er wird auch in der Medizinaltechnik sowie in der Computer- und der Autoindustrie verwendet. Weil die Herstellung teuer ist und weil die meisten Eigenschaften auch bei regeneriertem Polykarbonat erhalten bleiben, ist PC als Sekundärrohstoff gefragt. Zudem spart das Recycling Erdöl als Grundstoff ein – ein guter Grund, die CDs nicht in den Müll zu werfen.

Die Swico macht aber diesbezüglich keinen Druck, denn sie setzt andere Prioritäten. «Wir bewerben das CD-Recycling nicht speziell», sagt Peter Bornand vom Swico. Gemessen an den rund 34'000 Tonnen jährlich in der Schweiz zurückgenommenen Elektrogeräten, machten CDs nur einen sehr kleinen Anteil aus. Es sei aber «sehr wünschenswert», den bislang geringen Anteil wiederverwerteter CDs und CD-ROMs zu erhöhen.

Immerhin ist ein Anfang gemacht. Inzwischen gibt es in der Schweiz über 400 Swico-Sammelstellen, die nebst ganzen Geräten auch Zubehörteile und CDs gratis entgegennehmen.

Sammelstellen und Infos: 
www.swicorecycling.ch

Merkblatt CD-Recycling:


Datenschutz: 

  • CDs, die heikle Daten enthalten, sollten vor der Sammlung durch Zerbrechen oder Zerkratzen unlesbar gemacht werden. 
  • Datenträger mit kostenpflichtigen Computerprogrammen sind aus lizenzrechtlichen Gründen vor dem Recyceln unbrauchbar zu machen.