Für Fans von Actionspielen ist das Tempo ihres PC das A und O. Doch auch Normalanwender sind glücklich, wenn die Programme flott arbeiten. Zeigt die alte Kiste Ermüdungserscheinungen, muss man nicht gleich einen neuen Computer kaufen, denn in den meisten Systemen stecken Reserven, die man durch so genanntes Tuning (Abstimmung) mobilisieren kann. Dabei werden die Einstellungen der einzelnen Komponenten eines PC Programme, System, Prozessor, Grafikkarten, Festplatten, Laufwerke so verändert, dass sie maximale Leistung bringen und optimal aufs Restsystem abgestimmt sind.

Der erste und wichtigste Schritt ist das Anlegen eines Backups aller Daten und Programme. Dann folgt die Analyse des Systems: Welche Hard- und Software steckt im Computer? Auskunft geben Helferprogramme aus dem Internet, die das PC-System durchleuchten und seine Leistung messen, wie etwa die Shareware Dr. Hardware. Zeigt diese zum Beispiel auf, dass der Rechner mit Intel-Chips arbeitet, installiert man gleich auch den Intel Application Accelerator. Er beschleunigt fast jeden Intel-Inside-PC um fünf bis zehn Prozent.

Sind Hersteller, Modell und Seriennummer der Hardware ausfindig gemacht, sucht man nach den aktuellen Treibern und installiert diese, sofern im aktuellen System noch eine ältere Version läuft. Das ist trotz hilfreichen Treiberdatenbanken im Internet etwas aufwändig, bringt aber vor allem bei Festplatten und CD-Laufwerken respektive -brennern oft signifikante Leistungsverbesserungen.

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Vorsicht mit der Hardware

Etwas komplizierter, weil von der jeweiligen Computerausstattung und der Softwareversion abhängig, ist die Optimierung des Betriebssystems. Mit der Eingabe «system tuning» sowie dem Namen und der Version des Betriebssystems findet die Suchmaschine Google im Internet jedoch zahlreiche Websites, die weiterhelfen können. In den meisten Fällen geht es darum, die Auslagerungsdatei des Arbeitsspeichers zu optimieren sowie die Zwischenspeicherleistungen des Prozessors und der Festplatte zu verbessern.

Noch bessere Leistung verspricht das Tuning der BIOS-Einstellungen, die nach dem Drücken der F1- oder Del-Taste nach dem PC-Start verändert werden können. Nebst der Optimierung der Festplatten- und Arbeitsspeicherzugriffe kann hier sogar der Prozessor höher getaktet werden. Gleiches ist auch mit den Prozessoren von Grafikkarten möglich. Dabei leistet die Freeware RivaTuner gute Hilfe.

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Doch aufgepasst: Während die Optimierung des Betriebssystems (Installation neuer Treiber, Verbesserung der Einstellungen) in der Regel keine oder zumindest leicht zu behebende Probleme mit sich bringen kann, zieht jede Manipulation an der Hardware durch das Übertakten einen Verlust des Garantieanspruchs nach sich. Zudem können Hardwareeingriffe zu einer Überhitzung der Chips führen. Die Folge: Das System wird instabil oder gar zerstört. Wer beim Basteln am PC nicht geübt ist, sollte deshalb die Finger davon lassen und nur die unproblematischen Tuningtricks umsetzen.

Diese sind keine Hexerei. Wer sich gut einliest und sorgfältig arbeitet, kommt zu einem überraschenden Resultat: Nach einem Tuning arbeitet das System im Optimalfall doppelt so schnell wie vorher.

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