Der Mann ist gern unterwegs. Vier Reisen buchte Fritz G. innert zwei Jahren für seine vierköpfige Familie – alle bei Kuoni. Doch stets hatte er etwas zu beanstanden.

Nach der letzten Reise – «Badeferien in Tunesien» – «war der Zapfen ganz ab». Kaum zu Hause, setzte sich der Jurist an den Computer. Als «schlichtweg unzumutbar» taxierte er die Reise in einem Brief an das Reisebüro. «Rindfleisch, versetzt mit Maden» im Flugzeug; Hotelzimmer, die «nach Rauch stanken»; eine Dusche, bei der «das Wasser nicht ablief»; eine Minibar «mit angebrauchten Flaschen» – und Restaurants mit «dürftiger Menüauswahl». Fritz G verlangte den vollen Reisebetrag von 5782 Franken zurück. «Das tönt kleinlich, aber für mich war die Grenze erreicht», sagt er.

Der Kuoni-Kundendienst reagierte betupft. Nach längerem Hin und Her und einem Umweg über ein Bezirksgericht akzeptierte Kuoni einen Preisabschlag von 1200 Franken. Gleichzeitig wurde G. ersucht, «inskünftig anderswo zu buchen». Das brachte den Juristen erneut in Rage: «Buchungsverbot», wettert er.

Allerdings scheint Fritz G. auf seinen Reisen tatsächlich nicht immer sehr friedlich gestimmt zu sein. Als er auf einer Nordamerika-Tour ein vorreserviertes Hotel betrat, war das Personal vom letzten Hotel bereits vorgewarnt worden. «This guest will eat you alive», stand auf der Reservation. Zu Deutsch: «Dieser Gast frisst Sie bei lebendigem Leib auf.»