Als der portugiesische Saisonnier Antonio Vaqueira Ende des Jahres 2000 seine Zelte in der Schweiz abbricht, um für immer in seine Heimat zurückzukehren, ist er froh um die Mithilfe seiner ehemaligen Arbeitskollegin Elsbeth Leuthard. Sie kündigt ihm die Wohnung, meldet ihn bei den Behörden ab und schreibt schliesslich einen Dreizeiler an die Swisscom – mit der Bitte, die seinerzeit an die Telecom PTT geleistete Kaution für den Telefonanschluss von 500 Franken nebst Zinsen mit der Post anzuweisen.

Nichts geschah. Auf Anfrage erklärte die Swisscom, schon am 14. März 1996 sei die Kaution an seine damalige Adresse ausgezahlt worden. Dort wohnte aber an jenem Datum kein Herr Vaqueira – der überwinterte in Portugal. Ob ein unbekannter Dritter das Geld entgegengenommen hatte, konnte nicht mehr eruiert werden. Überhaupt erschien alles höchst nebulös, zumal Postfinance den erfolglosen Suchauftrag der Swisscom kommentierte: Belege würden nach drei Jahren makuliert.

Doch Elsbeth Leuthard blieb hartnäckig und nahm Rücksprache mit dem Beobachter-Beratungszentrum. Elegant spielte sie die Bälle an die Swisscom-Anwälte zurück. Blosse Indizien für eine Auszahlung und Abbuchung bei der Swisscom seien kein Beweis. Das sah die Swisscom schliesslich ein – und zahlte.