«Kontaktieren Sie Ihre Bank», fordert Cablecom die Kundschaft per Brief auf. Die letzte Rechnung habe nicht wie gewohnt per Lastschriftverfahren (LSV) abgebucht werden können, und der Grund dafür - so suggeriert das Schreiben - liege beim Kunden: entweder weil das Konto nicht genügend gedeckt sei oder weil man die Bank oder die Kontonummer gewechselt habe. Deshalb liege dem Brief ein Einzahlungsschein bei; man möge die Rechnung damit begleichen, verlangt Cablecom.

Fehler liegt bei upc-Cablecom

Ein Standardbrief, wie er tausendfach verschickt wird. Doch in diesem Fall ist der Kunde gar nicht schuld. Sondern Cablecom, die gar nicht versucht hat, den fälligen Rechnungsbetrag von den Bankkunden der Kunden abzubuchen. Betroffen seien rund 3000 Kunden, bestätigt upc-Cablecom-Sprecher Andreas Werz entsprechende Recherchen des Beobachters. Ursache sei eine «technische Störung», und allen sei der erwähnte Brief zugestellt worden. Werz stellt klar: «Der Fehler liegt bei upc-Cablecom, die Kunden trifft keinerlei Schuld.» Mit dem nächsten Rechnungsversand werde den Kunden der Sachverhalt erklärt und Cablecom wolle sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.