Es klingt einfach: Beim Fliegen Meilen sammeln, dafür später gratis fliegen. Anfang 2011 wird das millionste Schweizer Mitglied dem Vielfliegerprogramm «Miles & More» beitreten; jeden Monat melden sich rund 5000 Schweizerinnen und Schweizer an.

Doch spätestens beim Buchen wirds unübersichtlich. Ein Flug nach Barcelona Ende September kostet zum Beispiel 15'000 Meilen; hinzu kommen Gebühren von Fr. 242.50. Kauft man den Flug im Internet mit Franken statt Meilen, belaufen sich die Gebühren auf bloss 155 Franken. Bei einem Flug Zürich–Singapur ist die Differenz kleiner, die Tendenz aber dieselbe. Warum? Die Begründung liest sich kompliziert: «Im ‹Miles & More›-Programm gelten für Treibstoffzuschläge auf Prämientickets mit Swiss die standardisierten ‹Miles & More›-Werte. Für Zahltickets werden Tarif- und Kerosinzuschläge von den Fluggesellschaften den Konkurrenz- und Marktverhältnissen angepasst.» Kurz: Es gelten verschiedene Tarife.

Auch die Meinung, eine geflogene Meile entspreche einer gutgeschriebenen Meile, ist ein Irrtum. Wer einen günstigen Flug der Klassen E, P, T oder W ergattert, bekommt nur die Hälfte der Meilen erstattet. Doch wer weiss schon, welche Economy-Klasse er im Internet bucht? Dazu muss man via «Detailinformationen» einen Buchstabencode mit einer Swiss-Tabelle vergleichen. Klar aber ist: Wer in der Business Class reist, bekommt doppelte Meilen gutgeschrieben, First-Class-Passagiere profitieren gar dreifach.

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