Jeden Göttibatzen hatte Matthias, heute 11, auf die hohe Kante gelegt, um sich den Traum von einer eigenen Stereoanlage zu erfüllen. Das Schnäppchen, eine Kompaktanlage für 199 statt 299 Franken, entdeckte sein Vater in der «Coop-Zeitung». Im Januar 2006 fuhren Vater und Sohn vom Wohnort Simplon Dorf zum Laden nach Brig. Die Anlage mit CD- und MP3-Player, Kassettenrecorder sowie einem Radio liess das Herz des Schülers höher schlagen. «Er studierte sofort die Gebrauchsanweisung und konnte die Anlage nach kurzer Zeit selbst bedienen - er ist halt elektronikverrückt», erzählt die Mutter, Barbara Burchard.

Doch Matthias kam nur für kurze Zeit in den Genuss der guten Tonqualität, dann streikte der Kassettenrecorder. Die Reparatur war nicht eben erfolgreich: Nach der Rückgabe verweigerte auch der MP3-Player seinen Dienst. Coop behob die Störungen - doch nach der Rückgabe trat der CD-Player in den Ausstand.

«Können wir nun das Geld zurückfordern?», fragte die Mutter das Beratungszentrum des Beobachters. Zwar sind beim Konsumentenschutz noch immer viele Wünsche offen, doch hatte Coop selbst im Rahmen eines Beobachter-Vergleichs der Garantieleistungen im Einzelhandel hervorgehoben, dass die Kunden bloss eine bis zwei Reparaturen akzeptieren müssten. Mit dem Artikel bewaffnet, suchte die Mutter das Gespräch mit den Verantwortlichen von Coop Brig. «Die waren wirklich zuvorkommend und zahlten das Geld anstandslos zurück», resümiert sie.

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