Die Frage, wo man einen Liebsten eher findet, ob bei einer Online-Partnervermittlung oder mit Hilfe einer herkömmlichen Agentur, lässt sich nicht beantworten. Auch wenn man während der Suche auf interessante Leute trifft – am Schluss ist massgebend, ob der Liebesfunke springt. Darüber entscheidet nicht die Suchmethode, sondern der Zufall. Nicht dem Glück überlassen sollte man aber die Wahl des Vermittlers. Sowohl bei den ­Online-Datingplattformen wie bei den Ver­mitt­lungsagenturen sind Dienst­leistungen und Preise unterschiedlich. Und in beiden Bereichen gibt es schwarze Schafe.

Die Online-Partnersuche hat die klassi­schen Vermittlungsagenturen längst überflügelt. Laut der Internetseite www.singleboersen-vergleich.ch haben Hunderttausende aus der Schweiz eine Kontaktadresse im Web. Und um diese Partnersuchenden werben Dutzende von Webseiten. Je nach Angebot lassen sich die verschiedenen Sites so unterscheiden:


Ein Vorteil der Online-Suche ist der güns­ti­ge Preis: Je nach Site kostet die Jahresmitgliedschaft zwischen 60 und 500 Franken. Wichtig: Beachten Sie die automa­tische Verlängerung des Abos. Ein weiterer Vorteil des Inter­nets ist die Anonymität, sofern Sie die ent­sprechen­den Regeln berücksichtigen. Richten Sie sich beispielsweise eine spezielle E-Mail-Adresse ein, die keine Rückschlüsse auf Ihren richtigen Na­men zulässt.

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Brechen Sie den Kontakt ab, wenn Sie aufgefordert werden, eine teure Telefonnummer (mit Vorwahl 0901 oder 0906) zu wählen, ebenso wenn Sie via SMS Kontakt aufnehmen oder im Voraus Geld zahlen sollen. Hinter solchen Aufforderungen steht keine seriöse Partnervermittlung.

Der Nachteil des Online-Datings, der gros­se Zeitaufwand, lässt sich bei herkömm­lichen Partnervermittlungen delegieren: an die Agentur, die gemäss den vereinbarten Wünschen Vorschläge unterbreitet. Das hat jedoch seinen Preis. Eine solche Suche kostet schnell mehrere tausend Franken. Es lohnt sich deshalb, mit zwei, drei Anbietern ein unverbindliches Gespräch zu vereinbaren. So findet man ­heraus, ob einem die Agentur entspricht.

Wichtig ist: Eine seriöse Partnervermittlung lässt Sie den Vertrag in Ruhe durch­lesen. Damit ein Vertrag gültig ist, muss er eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften erfüllen – zum Beispiel ein siebentägiges Widerrufsrecht enthalten. Es ist ratsam, die Wünsche und Anforderungen bezüglich des gewünschten Partners im Vertrag schriftlich festzuhalten.

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Obwohl die gesetzlichen Vorschriften zum Partnervermittlungsvertrag unmissverständlich sind, gibt es Vermittler, die zu einer Vertragsunterschrift drängen und ­eine rasche Geldüberweisung verlangen. Ein Vorgehen, das eindeutig gesetzwidrig ist. Ist das Geld einmal weg, sind es die Partnersuchenden, die rechtliche Schritte einleiten müssen. Und das kostet schnell einmal mehr als das bezahlte Honorar.