SBB-Kunden können sich Einkäufe künftig zum Bahnhof liefern lassen.

«Ab Juni testen wir in Zürich, Bern und Wetzikon die sogenannte Good Box», bestätigt Sprecher Christoph Rytz gegenüber der «Handelszeitung». Bahnreisende können künftig über ihr Mobiltelefon Güter des täglichen Bedarfs bestellen und sich in ein SBB-Schliessfach liefern lassen, das sich per Handy-Code öffnen lässt. 200 Testkunden werden den Service in den nächsten Wochen ausprobieren.

Welche Dienstleistungen nach der Pilotphase definitiv angeboten werden, sei noch offen. «Vorstellbar ist, dass die Kunden beispielsweise die gereinigten Hemden oder ihre Einkäufe ins Schliessfach liefern lassen können», sagt der SBB-Sprecher gegenüber der «Handelszeitung». Mit den beiden grossen Schweizer Detailhändlern laufen schon länger Gespräche. LeShop stehe seit gut eineinhalb Jahren mit den SBB in Kontakt und auch die Konkurrentin coop@home sei mit den Schliessfach-Plänen der SBB vertraut. Auch bei der Textilreinigungskette Terlinden sei die Bahn vor kurzem vorstellig geworden: «Wir wurden von den SBB kontaktiert, ob wir als Dienstleister am Schliessfach-System interessiert seien», wird Geschäftsführer Peter Müller in der «Handelszeitung» zitiert.

Die neue Schliessfach-Box der SBB basiert auf einer Idee des Berliner Jungunternehmens einFach. Sie ist nicht das einzige Internetprojekt, das die SBB vorantreiben. Seit Februar stellt der Bahnkonzern gemäss «Handelszeitung» mehreren Internet-Jungunternehmen in Zürich kostenlos Büroräumlichkeiten zur Verfügung. Das Ziel sind längerfristige Kooperationen mit den Startups.

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