Viele der Kunden wissen nichts davon, ihnen wurde mittels Layout-Vorabzügen vorgegaukelt, die Inserate seien wie abgemacht erschienen. Diese Magazine von Verlagsinhaberin Oriana A. (Name der Redaktion bekannt) tragen klangvolle Namen: «I need holiday», «VITAbella» und «Fresh». Wiederholt wurden Hotels und Tourismusunternehmen vorgegeben, «I need holiday» sei ein Themenmagazin, das bis zu sechsmal jährlich in einer Auflage von bis zu 500'000 Exemplaren gedruckt und der «Basler Zeitung» und der NZZ beigelegt werde. «VITAbella» hätte viermal erscheinen sollen, «Fresh» war mit sechs Ausgaben pro Jahr für die Region Basel geplant.

Die Realität sieht anders aus: Von «I need holiday» wurde keine einzige Ausgabe gedruckt, im Dezember erschien nur ein improvisiertes Gemeinschaftsmagazin mit «VITAbella», das sonst ebenfalls nicht erschien. «Fresh» kam gerade ein Mal heraus - in einer Auflage von 30'000 Exemplaren statt der geplanten 150'000.

Für Herausgeberin Oriana A. wirds jetzt ungemütlich: Kunden fordern ihr Geld zurück, zwei Geschäftspartner werfen ihr wegen gefälschter E-Mails Betrug vor, einer davon reichte Strafanzeige ein. Die Geschäftsfrau gesteht, sie befinde sich finanziell in einer schwierigen Situation. Sie behauptet: «Unzufriedene Kunden erhalten ihr Geld zurück.»

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