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FahrplanwechselHäufiger mit dem ÖV ins Schnäppchenparadies

Trotz Protest lokaler Gewerbevereine: Mit dem neuen Fahrplan kommen Einkaufstouristen noch schneller an ihr Ziel.

Der Fahrplanwechsel erfreut Schnäppchenjäger – das lokale Gewerbe jedoch nicht.
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Der Fahrplanwechsel vom 13. Dezember vereinfacht Einkaufstouristen das Leben: Die Verbindungen zu gleich drei deutschen Schnäppchenparadiesen verbessern sich deutlich.

  • Ab St. Gallen setzen die SBB neu direkte Schnellzüge nach Konstanz ein. Zwar vorerst nur fünfmal täglich, aber dann halbiert sich die Reisezeit beinahe – auf 35 Minuten. Konstanz trägt einen Sechstel der Kosten, die der neue Schnellzug verursacht.

  • Aus der Region Zürich erreicht man Jestetten neu ohne Umsteigen, in den Stosszeiten im Halbstundentakt. Von Schaffhausen her gibt es neu ganztags den Halbstundentakt nach Jestetten.

  • Ab Basel verkehrt die Tramlinie 8 direkt zu den Einkaufszentren in Weil am Rhein nun jeden Nachmittag alle 7,5 Minuten und damit doppelt so oft.


In Basel und in St. Gallen haben die lokalen Gewerbevereine erfolglos dagegen protestiert, dass die ÖV-Angebote für Einkaufstouristen ausgebaut werden. Die Tramlinie in Basel ist seit genau einem Jahr erweitert – 2,8 Millionen Passagiere liessen sich seither nach Weil am Rhein fahren. Das Tram wurde ursprünglich für Grenzgänger gebaut, doch nur zehn Prozent der Passagiere sind Arbeitspendler.

St. Gallen: Plakate sollens richten

In der Ostschweiz lanciert der Gewerbeverband als Reaktion auf den neu eingeführten Schnellzug nach Kon­stanz Anfang 2016 eine Plakatkam­pagne gegen den Shoppingtourismus. ­Jeder dritte St. Galler kauft zumindest gelegentlich in Deutschland oder in Österreich ein.

Veröffentlicht am 08. Dezember 2015

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1 Kommentar

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peter wettstein
dass produkte in der schweiz dank unserem standart etwas mehr kosten müssen, kann eigentlich verstanden werden. wenn aber schweizer produkte in z.b. de mit 19% mehrwersteuer die hälfte der schweizer preise kosten, ist das einfach nur noch konsumentenverarschung, sprich sogenannte kaufkraftabschöpfung. beispiele dazu gibt es in hülle und fülle. gleichzeitig gilt wohl auch, dass die meisten der touristen in der schweiz lohnempfänger sind und damit an ihrem eigenen ast sägen. an stelle des dauergejammers wäre es nun langsam an der zeit lösungen zu suchen, die sowohl kosumenten wie gewerbe und detailhandel in gegenseitige akzeptanz bringen.

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