So mancher Zeitgenosse wird beim Anblick von Konfetti von leichter Übelkeit befallen, bricht selbst bei entfernten Klängen von Guggenmusik in Angstschweiss aus und wird von Panik ergriffen, wenn sich bunt maskierte Narren mit ihren Klang- und Missklangkörpern ins volle Tram quetschen. Die sicherste Methode, dem kollektiven Wahnsinn auszuweichen, ist die Flucht in narrenfreie Gefilde. Doch nicht immer stehen die finanziellen Mittel und Ferienwochen zur Verfügung, um sich auf den Fidschi-Inseln oder in den Rocky Mountains vor den Guggen zu verstecken. So gilt es, den Überlebenskampf vor Ort zu führen.

  • Meiden Sie prinzipiell öffentliche Verkehrsmittel, da Fluchtmöglichkeiten bei allfälliger Narreninvasion fehlen – man sitzt in der Falle.

  • Essen Sie zu Hause: Restaurants sind ebenfalls potenziell fasnachtsinfiziert – zu Hause essen ist sowieso billiger und oft auch besser. Einen besonders grossen Bogen um dekorierte Lokale machen! Vor allem in der Ostschweiz, insbesondere in Begleitung von Kindern: Dort wird man in den Beizen nicht nur mit Konfetti und Krach konfrontiert, sondern auch mit viel nackter Haut.

  • Seien Sie wachsam: Trifft man auf dem Trottoir oder im Rinnstein auf Konfettispuren, rechtsumkehrt und zurück in unverseuchtes Gebiet!

  • Führen Sie für den Notfall Ohropax mit: Nichts ist grausamer, als den ohnehin verhassten samstäglichen Einkauf im Einkaufszentrum unter Guggenmusik ertragen zu müssen. Sowieso: Einkaufszentren meiden!

  • Melden Sie sich im Büro ab. Beschaffen Sie Lebensmittel, Tranksame, Videos und Computerspiele und verlassen Sie so gerüstet das Haus nicht mehr, bis der letzte Schranz sich verzogen hat und wieder Ruhe eingekehrt ist. Achtung Tierhalter: Futter für den Liebling nicht vergessen!
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