«Es gibt keinen gesetzlich festgelegten Grenzwert für den krebserregenden Stoff in den Farben», sagt der Basler Chemiker Urs Hauri, der den Test leitete. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) setze die Obergrenze bei 50 Mikrogramm pro Kilo - aber nur als Empfehlung. «Da wir in zwölf der 15 Farben gar kein Nitrosodiethanolamin fanden, ist es offensichtlich problemlos machbar, die 50 Mikrogramm nicht zu überschreiten», so Hauri.

Dass es neben den drei schwarzen Schafen weitere fehlbare Hersteller gibt, ist möglich. Hauri: «Den Grossteil der Produkte testen wir - aber es gibt natürlich immer wieder neue Produkte, die wir nicht alle berücksichtigen können.»

Wer die Namen der Hersteller erfahren möchte, läuft beim Kantonslabor ins Leere. «Namen dürfen wir nicht nennen», sagt Hauri. Man habe jedoch die Fabrikanten informiert. Diese hätten sofort reagiert und die Produkte vom Markt genommen, versichert er. Das ist zu hoffen, denn den Verkauf verbieten kann weder das Kantonslabor noch das BAG. «Produkte, die gefährliche Stoffe enthalten, sind nicht automatisch gesundheitsschädigend», erklärt Hauri. Ein Verbot wäre nur möglich, wenn die Farben erwiesenermassen ein Risiko für die Gesundheit seien.

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